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Hier soll einmal under Werdegang möglichst lückenlos dokumentiert werden. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg...



09.11.1980 Tropfsteine
Konzert, Gemeinderäume der evangelischen Kirchengemeinde zu Ludwigshafen-Maudach
Vier junge Musiker, darunter zwei künftige Aktivisten des angewandten Realismus hatten zu später Stunde verabredet, dieses Konzert zu veranstalten. Bis zu diesem Zeitpunkt, aber eigentlich auch danach hatte die Formation weder ein musikalisches Konzept, noch eigene Stücke oder gar eine Idee, was auf diesem Konzert geschehen sollte. Mitwirkende: Lutz Hentzschel, Jörg Eckert, Jochen Scharf, Helmut van der Buchholz.



04.06. Die Absurde Banane
Geburtsstunde, Contra LU
Wird gemeinhin als die offizielle Geburtsstunde des Bueros gehandelt. Am 4. Juni 1984 fand im Contra (Ludwigshafen) ein Dada-Abend rund um die Banane statt. Zwei Mülltonnen rezitierten eifrig Faust, Zur Melodie der Mol­dau spielten zwei Akteure mit Ba­nanenscheiben Schach, auf einem Bananenmanifest prangte das Konterfei von CDU-Politiker Heiner Geissler. Höhepunkte des Abends waren eine Kinderwagenszene, in dem eine Riesenbanane merkwürdigste Töne von sich gab sowie der damals noch recht junge Walter Walzel, der hier seinen ersten Live-Auftritt hatte und das Publikum mit seiner Grace-Kelly-Interpretation zu Ovationen hinriss. Als Abschluß des Abends ein als Podiumsdiskussion getarnter Bananen-Eß-Wettbewerb, der in einer Schalenschlacht zwischen Bühne und Zuschauern endete. Alsdann das erklingen der Internationale. Danach kann nichts mehr kommen. Akteure: Aichert, Gisela, Hutter, Thomas, Jetter, Elke, Scharf, Jochen, Schott, Gernot und Van der Buchholz, Helmut.


16.09. Kuchen für den Kanzler
Eine unfreiwillige Aktion des BfaR. Posthum beti­telt. Mit­arbeiter des Bueros hat­ten den Sänger der Gruppe Stiebel El­dron, Christian Schulte genannt Hobein, mit ei­ner mehrstöckigen und recht widerlich anzuschauen­den Torte überrascht ihm in sei­ner Stammkneipe Contra über­reicht. Im Dunkel des Vergessens liegen die exakten Erinnerungen über den Verlauf der folgenden, schwertrunkenen Nacht. Doch sollen Teile der Torte am näch­sten Morgen an der Eingangstür der gegenüber liegenden Lud­wigsha­fener CDU-Zentrale in der Ben­ckiserstr.26 gefunden wor­den sein. Die Lokalpresse sprach da­von, der Bürgersteig sei für Pas­santen unpassierbar ge­macht worden und brachte die Aktion in mehreren Artikeln in Zu­sammen­hang mit der Sozialisti­schen Deut­schen Arbeiterjugend (SDAJ).
 

17.11. Identitätsverlust
Die Geburts­stunde des Grillhühnchens. Frühe Aktion des BfaR (Ludwigshafen). Im Vorfeld Erstellung eines überdi­mensionalen Pappmaché-Hühn­chens, ca. 2 Meter hoch. Kon­struktion durch Gernot Schott. Transport auf dem Dachgepäck­träger eines PKW durch Ludwigs­hafener Straßen. Installation in ei­nem Folienraum. Im Vordergrund zwei Grills mit je einem Grillhühnchen (echt) be­stückt (d.h. die Dauer der Aktion wird bestimmt von der Garzeit der Tiere). Bemalen des riesigen, ro­safarbenen Tiefkühlhähnchens mit brauner Farbe. Umwandlung (Transformation) in ein Grillhühn­chen. Akteure auf der Bühne: Jür­gen Hatzenbühler, Helmut van der Buchholz, Billy Hutter, Lutz Hentzschel. Transparente mit Worthülsen wer­den enthüllt (Identitätsverlust, Versuchstiere, etc.). Dazu immer wiederkehrend vom Tonband "Ich wollt', ich wär ein Huhn". Lotterie­lose - aus­schließlich Nieten - werden ver­teilt. Im Vorfeld der Aktion sind Absprachen mit ei­nem Teil des Publikums getroffen wor­den (Heike Walter, Herbert Kenzel etc.) Die Aktion soll ge­stört wer­den (Farbbeutel, rohe Eier). Ent­hüllung anderer Trans­parente, die die Performance als sinnlos entlar­ven sollten. Die Aktion lebte u.a. auch davon, daß nur ein Teil der Akteure über den wirklichen Ablauf informiert war. Im Vorfeld grundsätzliche Dis­kussionen über die Bedeutung von Performance-Aktionen, die zu dieser Zeit stark überhand nah­men. In den folgen­den Jahren wurde der Begriff "Performance" meist vermieden oder ironisch gebraucht.



28.09. Performance Fleisch
Szenekritische Aktion, Fabrik WO
Wir zitieren hierzu aus Billys geheimen Aufzeichnungen (gekürzt): "szenekritische Aktion" (hentzschel, hutter, van der buchholz, martin buchholz, elke jetter, gernot schott.) aufwendige aktion. In der Vorbereitungsphase Herstellung von Disney-Pappmache`- Köpfen von sehr guter Qualität. Vorlauf: Es wurde der Eindruck erweckt, als handle es sich um eine Blut- und Ekel-Performance im klassischen Stil. Die echte Planung erfolgte, typisch für Buero-Aktionen in dieser Phase streng konsperativ. Die Einladung erfolgte mittels bemalten, fleischähnlichen PU-Schaum-Brocken. Der Abend: Warmer Spätsommertag. Wiener Walzer. Getränke werden gereicht. Eine junge Frau bietet dem Müll entnommene Festschriften der Pfälzer Philharmonie als Programm-Hefte zum Kauf an (und hat damit Erfolg). Die Bühne (noch verhängt) Kommandozentrale eines Raumschiffs. Kommandosessel, Schaltpulte, Kabel,Knöpfe,bunte Birnen. Im Vordergrund die große,schwarze Zauberkiste. In den ersten Minuten schauerliches Industrial-Tape, dann Fanfaren, leise Musik. Ein Variete-Künstler betritt die Bühne, lädt ein dem sagenhaften Kistentrick beizuwohnen. Bereits vorher hat man/frau 2 typische VertreterInnen der Punk/Wave-Szene unter Vorspiegelung falscher Tatsachen gebeten mitzuspielen. Der Zauberkünstler, verkörpert durch den genialen Martin Buchholz bittet die Opfer in die Kiste zu steigen und verschließt diese mit 2 kräftigen Vorhängeschlössern. Erkennungsmelodie der Raumpatroille Orion. Ein kleines Raumschiff schwebt über die Bühne. Bordbeleuchtung an. Willkommen auf der Enterprise. Eine Gestalt in Raumfahreranzug und mit fettem Disneykopf betritt die Kommandozentrale und entfernt die Verkleidung der Zauberkiste, die sich als massiv gearbeiteter Käfig entpuppt. Im Verlauf der nächsten Stunde versuchen die Mitglieder der Besatzung vergeblich Kontakt zu den bunt-haarigen Szene-Erdlingen aufzunehmen. Die Handlung wird mehrfach durch Werbeblöcke, angekündigt durch ein männliches Nummern-Girl, unterbrochen. "Färb dir mit BornBlond das Haar und die Welt wird wunderbar". Aus irgendwelchen Gründen wird auch das herrliche Video "Auf der Pferdeweide" vorgeführt. Lärm, Hitze, Brathähnchengeruch, tumulthafte Szenen auf der Bühne, wo bei schlechter Sicht die Pappmache´- Köpfe aneinanderstoßen und ein Knecht mit der Maske Stan Laurels allergrößte Mühe hat einen sprechenden Strohballen unter Kontrolle zu halten. Die Aktion wird zum großen Publikumserfolg. Vollkommen unter geht dabei der inhaltsschwangere Text, ein Tape aus orginal Star-Treck-Sequenzen in tagelanger Kleinarbeit zusammengebastelt , in dem die Äußerlichkeit der Szene kritisiert wird."
 

15.11. Performance Politik
Klanghaus-Festival, HdJ LU
Intern wird diese Aktion auch "Hühner II" genannt. Aufgrund verschiedener Faktoren schied eine ordnungsgemäße Ak­tion aus. Ziel stattdessen: Neutra­lisierung der Aktion. Anfertigen und Bemalen von 86 Gipshühnchen der Variante roh, tiefgefroren (Beine brechen bei Berührung leicht ab). Öffentli­ches Verzehren eines Grillhühnchens unter der Me­lodie von "Ich wollt', ich wär ein Huhn, und hätt nicht viel zu tun". Abgabe einer Erklä­rung: Die Akti­on ist keine. Die Zu­schauer wer­den durch das Vertei­len von Gipshühnchen (Kunstwerke) für den entgangenen Kunstgenuß entschädigt. Die Herstellungsko­sten der Hühnchen entsprächen exakt der Höhe der Gage. Wäh­rend der Nicht-Aktion kommt es zu turbulenten Szenen - krei­schende Menschen, die sich, mit Hühnchen überladen, in Rich­tung Ausgang kämpfen, dar­unter auch der künftige Landtagsabge­ordne­te B. Braun. Im Anschluß ein Redebeitrag von Helmut van der Buchholz über Helmut Kohl und Baghwan. Andere Buero-Mitglieder verlassen den Saal, um den puristischen Charakter der Aktion zu wahren. Die anwesende örtliche Presse übte sich einmal mehr in Unverständnis: Redak­teur Rainer Klein bezeichnete die Performance Politik als "hohler Kokolores". Performance Politik: Hutter, Hentzschel, Walzel, van der Buchholz, und als Gast: Ute Muskatewitz.


21.12. Die perversen Weihnachtsmänner
Konzert, HdJ LU
Eigentlich war für diesen Abend nur ein Punkkonzert geplant. Doch die Ereignisse drumherum nahmen ungeahnte Formen an und es wurde ein wunderbares Medienspektakel.



Alles in Ordnung
Flugblattaktion anläßlich einer Musiker-Demonstration zu Beginn des Jahres, die sich gegen moralistische Zensurversuche seitens der öffentlichen Hand richtete
Donald Duck, Onkel Dagobert und Daniel Düsentrieb schlenderten durch die Fußgängerzone und verteilten kleine Zettelchen mit den Konterfeis des Bundeskanzlers, des Weihnachtsmannes und des Donald Duck, die von Tschogy McWolf layoutet wurden. Allen drei gemeinsam ein zuversichtliches Lächeln sowie die Bildunterschrift "Alles in Ordnung."


Irgendwann im Frühjahr Schweinefüsse im Wilhelm-Hack-Museum

Eine Überraschungs-Performance, jedenfalls für die meisten daran beteiligten Personen. In der Nachfolgezeit des Konzertes der Perversen Weihnachtsmänner (siehe weiter oben) und dem daraus resultierenden Medienrummel hatte der damals amtierende Sozialdezernent der Stadt Ludwigshafen, Doktor Schulte, die vom Buero für angewandten Realismus geplante Ausstellung Lebende Legenden (siehe weiter unten) im kommunalen Haus der Jugend verboten. Darauf entschloss sich das Buero zu einer Aktion im ehrwürdigen Wilhelm-Hack-Museum, um auf dieses Verbot hinzuweisen.
12 AktivistInnen, un lange Unterwäsche gekleidet, die Köpfe mit Mullbinden verbunden und mit rosa Sonnenbrillen versehen zogen am Nachmittag gen Museum. Mit dabei hatten sie eine größere Menge günstig erworbene Schweinefüße und Knochenstücke, ein Cassettenrekorder mit eigens angefertigter Soundcollage und durchsichtige Plastikplane. Aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit und des Überaschungsmomentes war es leicht, am Ordnungspersonal des Museums vorbei zu kommen und sich an einer zentralen, gut einsehbaren Fläche im Ausstellungsbereich breit zu machen.
Die Plastikplane wurde schnell auf dem dortigen Teppichboden ausgebreitet (man will ja keine überhöhten Schadensersatzklagen provozieren), der Cassettenrekorder angeschaltet und mit den Schweineteilen begann man, den Schriftzug Lebende Legenden zu legen.

Mai Axel
Axel ist (oder war?) das Maskottchen der Firma Axel-Frischmilch. War in Form einer überdimensionalen Laubsägearbeit das zentrale Führungssymbol auf der ruhmreichen Mannheim/Ludwigshafener Anti-Atom-Demonstration anläßlich der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl.
 

Lebende Legenden
Ausstellung mit Beiprogramm, Kulturzentrum Alte Feuerwache MA
Bøsch
Zu wahr um schön zu sein
Wenn K. kommt


06.12. 100 Weihnachtsmänner
Demonstration, Fußgängerzone LU



Big Bug s Bakery
Ladenverkauf, Welserstraße 26, LU-Hemshof.
In der Zeit von, sagen wir mal, 1987 bis 1993 war das die Heimstatt des Bueros. Hier wurde der Versuch unternommen, eine Kulturstätte durch den Verkauf von Papstbüsten, Grillhühnchen, Gips- und Papptorten, Erdbeeren, Krawatten und anderen Kultgegenständen in ein blühendes Unternehmen zu verwandeln. Ein Vorhaben, das wohl von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, auch wenn es durchaus einige Monate gab, die finanziell im Plus endeten. Erinnerte im Nachhinein betrachtet ziemlich stark an Rauschenberg.


Der Papst in Ulan Bator
Ausstellung, Fabrik WO


Sommer Abenteuer unter Tage
Borelli-Grotte MA
Ein betoniertes Millionenloch erwacht für drei Tage zu neuem Leben. Neben einigen Lokalgrößen sind auch Kiev Stingl, der Plan und der angewandte Realismus geladen, sich zu präsentieren.
 


15.02. Rosenmontag
Parallel zur übertragung der Karnevalsumzüge im Fernsehen serviert Chefkoch Thomas Billy Hutter selbstgemachte Faschingskrapfen.

Performance Gummibär
Alte Feuerwache MA


Jahresende Bela Lugosi´s Dead
Music Hall LU
Ein nasskalter Herbsttag. Vielleicht auch schon Winter. Man trifft sich in der Gruft. Doch es geht nicht treppab, sondern nach oben. Die Oppauer Discothek Music Hall ist für einen Abend eine Geisterbahn.


Dezember Hektoliteratur
In einem ehemaligen Verkaufsraum für Backwaren, im Herzen des Hemshofs gelegen, drängten sich damals Punkrocker, Späthippies, Skinheads und andere VertreterInnen der Subkultur an Rhein und Neckar, um dem Vortrag von Gedichten zu lauschen. Lange Zeit, bevor Begriffe wir Social Beat oder Slam Poetry den Zugang zu den Feuilletons dieser Republik fanden, breitete sich mit der Hektoliteratur eine Plattform aus, auf der ein kreatives Chaos wachsen und gedeihen konnte.



Keine Experimente Festival
Music Hall
Thomas Billy Hutter - Zur Verwendung der Kriegsversehrten
Bøsch - 50 Jahre Weltkrieg II
Big Bug - Eine feierliches Stelldichein der Superhelden in der Music Hall. Spiderman verheddert sich im eigenen Netz. Superman muß das Nummerngirl spielen und Captain America kömmt auf dem Skateboard. Den Soundtrack dazu spielen die Electric Monks mit dem Joker am Mikrophon. Hoffnung auf Erlösung durch den Silver Surfer. Und am Ende kommt Big Bug.

Kultursommer im Hemshof
LU

November Shoe Art
Ausstellung & Aktion, Hartmannstr. 45, LU
Die Performance mit dem schönen Titel "Rucke di Gu - Blut ist im Schuh" ist vielen noch heute gut in Erinnerung: Während der Veranstaltung wurde von jedem Zuschauer ein Schuh eingesammelt und unter einer überdimensionalen Pappmaché-Brust deponiert. Dort befand sich allerdings ein weiterer Aktivist des Bueros, der alle Schuhe einsammelte und auf ein vereinbartes Zeichen hin gemeinsam mit den anderen (und den Schuhen) den Veranstaltungsraum in Richtung einer nahgelegenen Diskothek verließ. Dort konnten die Besucher ihre Schuhe wieder in Empfang nehmen...


Interaktion Gänsefleisch
Fabrik WO


Sommer Warten auf den Sonnengott
Installation, Welserstraße 26
Teil der Deutschland-Aktionsreihe von 1989 -1992. Die strahlende Sonne des Sozialismus war verblasst und lag auf einem Schutthaufen im Nebenzimmer, während im Zentrum der Installation dem Warenkonsum als der neuen Sonne gehuldigt wurde. Doch auch dieser entpuppte sich als wertloser Sand. Das Warten auf den Sonnengott dauert bis heute an.



13 Tage in Ketten
15 Veranstaltungen an 13 Tagen - Big Bug's Bakery
 

Gäse in där Gunsd där 90er Jahre
Zugegeben, ein wirklich blöder Titel für eine Kunstausstellung. Aber er mußte sein.


Triste Maries
Hutmodenschau, Welserstr. 26
Modeclique um den Montoya-Donneberg-Clan. Traten mit der Produktion "Heads and Hats" an die Öffentlichkeit. Hutmodenschau im Vorgarten der Welserstr. 26 im Rahmen der Dreizehn Tage in Ketten. Aus dem Küchenfenster heraus wurden Köpfe und Hüte aus eigener Produktion (nur die Hüte) präsentiert, während im Garten Kohlköpfe und anderes Gemüse von der Guillotine des Tschogy McWolf, auf Anweisung von Marie Antoinette, geköpft wurden. Schön anzusehen.


Lehrjahre sind Leerjahre
Aktion, Hans-Glühwein-Platz LU



Oh my sweet Rachmaninow
Tanztheater einmal ganz anders - das Publikum darf sich statt auf gepolsterte Sessel in den Reparaturgraben einer LKW-Werkstatt begeben, wo um sie herum die Welt untergeht.

Smells like Art Coffee
Wilhelm-Hack-Museum



Weck, Worscht unn Woi - Rudimente aus der Pfalz
Kaiser-Wilhelm-Straße 62 LU (neue Buero-Räume)


Support your local hero!
Ausstellung, Ludwigshafener Kunstverein (Bgm-Reichert-Haus)


Sommer Accessories to the Crime
Modenschau, LKW-Werkstatt LU
Gemäß einem amerikanischen Wortspiel sollte der Titel präsentieren, was denn der gepflegte Schwerverbrecher zum Verbrechen zu tragen pflegt. Im Anschluß daran Exportartikel nach Bremen.


Advent Niveau unter Null 1
Weihnachtsrevue, Buero-Räume
Zum ersten Mal. Der Beginn eines Klassikers - dem Vorbild aller Kulturschaffenden...



Zentrales Thema des ersten Halbjahres war der heroische Wahlkampf der PLLP.


Mein Leben ist ein Zombie
Spielfilm von Dorothea Donneberg, 1993-94.
Darsteller und Ausstattung nahezu komplett aus dem Umfeld des angewandten Realismus. Zuerst waren da die Zombiekostümeaus einer Fotosession und einer vorangegangenen Tanzperformance "Strawinski: Le sacre du printemps". Selbige Kostüme waren wohl zu schade für den Müll, aber zu sehr Schrabber für den Fundus. Deshalb beschloß man zu­sammen mit Kamerafrau D. Donneberg, zur Limburg zu fahren, um die Kostüme und ihre damit herausgeputzten Zombies in bewegten Bildern der Nachwelt zu hinterlassen. Die Ergebnisse dieses Dokumentar-Treffens fanden dann alle derart beeindruckend, daß beschlossen wurde, noch ein paar weitere Kameratermine zu vereinbaren. Nach und nach füllte sich die Zahl der Filmpuzzlestücke zu einer solchen Menge, dass man eines Tages (so ziemlich am Ende) beschloß, doch ein Drehbuch anzufertigen. Dank vieler schöner Drehorte, toller, z.T. selbst gefertigter Requisite und Garderobe und vieler qualifizierter Statisten kam ein meistervolles Mammutwerk zustande. (Stummfilm mit Live-Vertonung, über 35 min.) Premiere im Kultursommer 1994 in der LKW-Werkstatt in Ludwigshafen. Mit dem herausgeschnittenen Rohmaterial, welches bestimmt nochmal so lang ist, ließe sich gewiß noch ein wunderschöner Film zurechtbasteln. Wenn das Zelluloid nicht verschollen wäre...


Chash from Chaos
Modenschau, Bgm-Reichert-Haus
Beruht auf einem fast genialen Schreibfehler. Eigentlich Cash from Chaos. Durch die finanzielle Lage des Kulturetats der Stadt Ludwigshafen und der Zuschüsse zum Kultursommer im besonderen zur Trash-Kultur gezwungen, präsentierte das Buero die entsprechende Kleidung. Sehr apart. Perfekte Organisation in sage und schreibe 14 Tagen. Wahnsinn.
 

Advent Niveau unter Null 2
Weihnachtsrevue, Buero-Räume



Januar Eisbruch-Festival
Walzmühle LU


07.04. Ovopokalo!
Ausstellung in den Räumen des Bueros und der AIG
Die erste große Eierbecherausstellung. Die Sammlungen der beiden Aktivisten van der Buchholz und Wadle-Rohe sowie Teile der Sammlung Tiefebsee und eine Gymnasiumsschulklasse beteiligen sich an der vorösterlichen Ausstellung in einem bekannten Ludwigshafener Antiquitätengeschäft. Selbst der Kulturdezernent beteiligt sich daran und das Fernsehen kommt.


Sommer Hygiene
Austellung, LKW-Werkstatt


Advent Niveau unter Null 3
Weihnachtsrevue, Buero-Räume
Zum ersten Mal mit dem beliebten Gimmick. Debütant ist eine Gipsbüste des prominenten Katholiken Pater Ruppert Mayer.



Gründung der Arbeitsgruppe Sexuelle Befreiung des BfaR mit weitgehend konspirativer Diskurs- und Aktionsstruktur. Innerhalb dieser Struktur bestand schon bei der Gründungsversammlung Einigkeit darüber, daß ein Scheitern der AG am Widerspruch von Theorie (Wilhelm Reich, Reimut Reich, Dieter Duhm etc) und Praxis (Leute wie Du und ich) unvermeidlich sein würde. siehe auch unter Humor, Freunde, falsche und Revolution.


Sommer APO - Dokumente der außerparlamentarischen Opposition
Ausstellung, Rathaus LU
Eine Ausstellung des BfaR über das Phänomen des erfolgreichen Protestes. Im Ludwigshafener Rathaus. Initiiert und zusammengetragen von Mitstreitern des angewandten Realismus unter Hervorhebung von Bernd Pfütze und Thomas Hutter. Das Projekt zeigte die umfangreichste bisher bekanntgewordene Privatsammlung der Westberliner APO von 1966-1969. Das Material umfaßt mehrere Hundert Flugblätter zu Themen wie 2. Juni, Dutschke-Attentat, Notstandskampagne etc. sowie eine große Zahl seltener Untergrund-Zeitschriften und -Plakate (883, Linkeck, Neuss Deutschland etc.). Die Ausstellung wurde von ca. 700 Menschen besucht. Vor allem im Rahmen der Begleitveranstaltungen (Filme, Vorträge, Quiz) entwickelten sich intensive politische Diskussionen, die auf eine Rekonstruktion der radikalen Linken zielten. Bedauerlicherweise gelang es nicht, das Projekt über den regionalen Raum hinaus bekannt zu machen.


Danach Begin der Maodadaistischen Aktivitäten


Erste Herausgabe von "Der abgewandte Onanist" dem Trashmagazin des angewandten Realismus. Als das Interesse, den angewandten Realist (das theoretische Magazin) auch mit Klatsch und Tratsch zu füllen, geäußert wurde, entschloss man sich zur Herausgabe eines zweiten Magazins.
 

September Autos
Ausstellung
Der Titel "Autos", und mit ihm die gesamte Verkehrsproblematik schwelte seit langem in Buero-Kreisen. Ende der Achtziger Jahre trat Helmut van der Buchholz in den VCD, eine Alternativkonkurrenz zum verbrecherischen ADAC, ein. Etwa 1992 veröffentlichte Winfried Wolf, Exgenosse von Thomas Hutter, sein Buch "Eisenbahn und Autowahn". Und eigentlich hätte die Autoausstellung schon früher kommen. Das Thema Autos sorgte auch innerhalb des angewandten Realismus für reichlich kontroverse Diskussionen, und die Ausstellung war das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses. Dies vor Augen, war auch die Ausstellung keineswegs eindeutig eine Kritik an der Autogesellschaft, die die weitgehende Abschaffung des motorisierten Individualverkehrs forderte. Viele der ausstellenden KünstlerInnen näherten sich dem Phänomen "Auto" auf humoristische Weise. Und auch das Beiprogramm wies - außer dem Vortrag des Bundestagsabgeordneten Winfried Wolf - eher fröhliche denn agitatorische apokalyptische Züge auf: Auto-Quiz, Lyrik-Abend, Performance zum Thema "Sonntagsausflug". Literatur: Winfried Wolf: Eisenbahn und Autowahn, Hamburg, Zürich 1992; Tobias Koeck: Cars, Mannheim 1996


Dezember Erste Aufführung der Agitprop-Bühne Vorderpfalz
Schattentheater
Eine Arbeitsgruppe des BfaR. Auf Initiative von Bernd Pfütze gegründet, widmet sich die Agitprop-Bühne der Verbreitung fortschrittlichen Gedankenguts durch Agitation und Propaganda. Wichtigstes Medium ist dabei das Schattentheater; ein in der Geschichte der westeuropäischen Linken bislang zu Unrecht verschmähtes Instrument. Die eigentliche Bühne bilden zwei leicht zu transportierende Rahmen in der Größe des klassischen Kasperletheaters, die mit einfachen Lichtquellen beleuchtet werden. Auf der Basis dieser Konstruktion lassen sich dann fast alle bekannten Theatereffekte simulieren (Pyrotechnik, Windmaschine, Orchestergraben etc) und die Agitation vor dem Fabriktor oder auf der Demonstration wird zum reinen Vergnügen.


Advent Niveau unter Null 4
Weihnachtsrevue, Buero-Räume
Gimmick: Notizblock "Shopping Memo"



11.01. Marquis de Hötsch liest Höhle de Sade
Lesung, Kellergruft der Kaiser-Wilhelm-Straße
Bei Minusgraden sitzen Hötsch Höhle und das Publikum in der Gruft. Höhle liest Passagen aus dem Werk de Sades, schmuggelt zur Abwechslung noch einige Zeilen von Georges Bataille rein und friert. Die Zuhörer zeigen sich höchst interessiert und frieren auch. Zur Abhilfe wird Wodka gereicht...


04.04. Balladenabend
Rezitation, Kellergruft
Extrem auf interessant gemachte Veranstaltung in der Gruft-Bar. Daniel Grieshaber und Billy Hutter tragen große Mengen an auswendig gelernter klassischer deutscher Balladen vor. Warum?


Fax Art
Kunstgattung, welche noch in den Kinderschuhen steckt und diese wohl auch nie endgültig verlassen wird. Denn bevor das Faxgerät zur Standardausrüstung eines jeden Künstlerhaushaltes wird, werden die ersten wohl bereits e-mail und ISDN haben und ein klassisches Fax mit seinem seltsam glänzenden Papier als prähistorische Spielerei ansehen. Nichtsdestotrotz eröffnete das Buero 1000 Tage vor der Jahrtausendwende eine Faxartausstellung zu eben diesem Thema...


Bäckereifachverkäuferinnen
Flugblatt-Aktion während der Studentenproteste von 1997
Die B. der Franz-Zang Berufsschule appelierten in harschen Worten ("bleibt uns bloß vom Hals") an die Studierenden, über ihre Standesinteressen hinaus zu gehen und für gesellschaftliche Veränderungen zu kämpfen. ("Schwestern auf zur Tat, wir lieben euch"). Leider nur ein Fake, wobei die Sozialistische Zeitung (SOZ) unbedingt an den proletarischen Widerstand glauben wollte. (" Glaubt ihr, uns macht es Spaß, die vollkommen überteuerten Brötchen erpresserischer Großbäcker-Kartelle zu verkaufen?")


15.08.-24.08. Essen
Ausstellung und diverse Aktionen, Kulturdepot LU - Kantine
Die Premiere das BfaR im Straßenbahndepot, heute Kulturdepot. 12 Jahre später wird sich hier auch unser Headquater befinden.
Die ehemalige Kantine verfügt seinerzeit noch über einen skurrilen Working-Class-Charme in dezenten Brauntönen, welchen auch die ausgestellten Exponate nicht tilgen können. Die Küche funktioniert. Also ein idealer Ort für das "Essen".
Am Freitag den 15. ist Vernissage. Thomas Billy Hutter grillt wieder Grillhühnchen.
Samstags führen Sonja Brünzels und Luther Blissett in die wunderbare Welt der Kommunikationguerilla ein. Um die Thematik Essen nicht gänzlich zu verlassen, gibt es auch eine Studie über das Torten - in Theorie und Praxis.
Der Sonntag steht unter dem Motto "Essen und TV". Von früh (Presseclub) bis spät (Tatort) läuft eine Glotze. Die Besucher sitzen davor und essen; auch von früh bis spät.
Tags darauf wird dementsprechend über "Hungersnot und Überfluß" diskutiert.
Am Dienstag ist der obligatorische Hektorliteraturabend. Hötsch Höhle wiederholt seinen legendären Vortrag über den "Alkohol in der russischen Literatur". Alkoholgenuss wird also als Nahrungsaufnahme akzeptiert...
Mittwochs zeigen Daniel Grieshaber und Karen Rodriguez Filme zum Thema.
Donnerstags diskutiert Johannes Buchter mit den Anwesenden über "Gentechnik und Macht".
Der Freitag zeigt wider die trivialere Seite des angewandten Realismus mit einem Pubquiz. Aber was heißt hier trivial? So ein Quiz kann auch bilden...
Samstags servieren Petra Ockel und Mateo bunt eingefärbte Speisen, welche die zum Essen geladenen Besucher leider nicht sehen können, da ihre Augen verbunden sind.
Sonntag der 24. ist auch schon die Finissage. Stefanie Buffy Werner bittet abschließend zum Kaffeklatsch.
An allen Tagen bereiten Su Montoya und Tschogy McWolf Unmengen von Popcorn zu. Das hintere Zimmer der Kantine versinkt unter den aufgeplatzten Maiskörnern. Hat aber gut geschmeckt...


Advent Niveau unter Null 5
Weihnachtsrevue, Buero-Räume
Gimmick: Teddybär



04.09.-13.09. Geld
Ausstellung und diverse Aktionen, Kulturdepot - Hallen
Das BfaR bemächtigt sich erstmals den beiden, heute geschlossenen, Straßenbahnwartungshallen des Kulturdepots. In der Weite des Raumes geht die Gruppenausstellung zwar etwas unter, aber die Hallen versprühen sowieso ihren eigenen Reiz.
Das üppige Programm:
Fr. 04.09.: Musikalisches von den Musikgruppen Backwash, Anorak, Babyfassung und Gabba Gabba Hey. Performances mit Kajak Koeck und Tiedge.
Sa. 05.09.: Pubquiz
So. 06.09.: "Kunst und Geld", ein fast wissenschaftlicher Vortrag von O.W. Himmel.
Di. 08.09.: Hektoliteratur.
Mi. 09.09.: "Die Geschichte der Deutschen Bank", eine Lesung von Eberhard Czichon.
Fr. 11.09.: "Wem gehört die Stadt?", ein Vortrag von Klaus Ronneberger. Musikalisches von Oli und den blauen Hunden.
Sa. 12.09.: "Casino-Kapitalismus", Ein Vortrag von Winfried Wolf.
So. 13.09.: Das große Potlatch.


Juni Brecht bricht vs. Brecht hat recht
Politisches Cabaret, LKW-Werkstatt
Langjährig diskutiertes und dann endlich aufgeführtes Cabaret-Programm. Gegen Sozialdemokratisches, grünes und DKPistisches Kleinkünstlertum gerichtet. Bei der Erstaufführung in der LKW-Werkstatt LU-Schanzstraße. Spektakulärer Durcheinander auf Torfboden zum 100. Geburtstag des Dichters. Die Teilnehmer wurden unter dem fadenscheinigen Argument, einer Geburtstagsfeier beizuwohnen, in die Reparaturgrube gelockt, wo Daniel Grieshaber die Feier eröffnete. Nachdem Sekt und Kuchen gereicht und der Wandschmuck (Bilder und Frankfurter Allgemeine Zeitung) gewürdigt waren, fiel mit Absicht das Licht aus. Alle wurden auf die Tafel getrieben, ein kleiner Spalt gewährte den Blick nach oben, auf die Bühne. Brecht (Bernd Pfütze) wird aus dem Sarg gehoben, in den Rollstuhl verpflanzt. Als weitere Elemente folgen ein Huldigungstanz (Helmut van der Buchholz singt und tanzt Lieder von Bert Brecht), (Kranken-) Schwester Courage (Claudia Spieß) wird im Leiterwagen hereingefahren, gezogen von einer Kuh, welche später gegen den Tänzer eine Art Stierkampf ausficht. Zuvor liest sie das Lob der Partei, eines von Berts Highlights. Schwester Courage versieht den allmählich genesenden Brecht mit einem Drainagesystem samt Urinbeutel. Indessen laufen ein Brechtvideo, eine Diavorführung und ein Industrial-Brecht-Mix. Auf zwei gegenüberstehenden Krankenhausbetten befinden sich die Gruppen "Brecht hat recht" und "Brecht bricht", welche jeweils mit Parolen per Megaphon um die Gunst des Publikums ringen, das nach Absingen der Arbeitereinheitsfront erfolglos zur Diskussion aufgerufen wurde.. Allzu großes Chaos verdeckte einmal mehr das Versprühen von Trockennebel.


Das BfaR unterstützt den Wahlkampf der Anarchistischen Pogopartei Deutschlands (APPD) zur Bundestagswahl.


16.12.-19.12. Niveau unter Null 6
Weihnachtsrevue, Buero-Räume
Gimmick: Plastikspielzeugsoldaten "Little Soldiers"



10.08.-15.08. Mao 2000
Performance, Musik, Diskussion, Belehrung, Cafe Treppe LU
Präsentation der maodadaistischen Aktivitäten bis dato. Ein Mitarbeiter des Mainzer Ventil-Verlages kommt vorbei und bietet dem BfaR die Veröffentlichung eines Buches über den Maodadaismus an (das Werk erscheint im Oktober 2000 - ISBN 3-930559-77-3).
Ebenso interessiert sich eine chinesische Reisegruppe für die ausgestellten Exponate. Aufgrund erheblicher Verständigundschwierigkeiten bleibt ihre Meinung darüber im Dunkeln.
Ein großformatiges, als Plakat dienendes  Gemälde Hötsch Höhles, welches ein Portrait Maos zum Inhalt hat und vor dem Cafe Treppe installiert ist, fällt einem Brandanschlag zum Opfer. Der Künstler zeigt sich daraufhin sehr zufrieden und verzichtet auf eine Anzeige gegen Unbekannt.
Höhepunkt aber ist der erste Auftritt der Teletubbies, welche es später noch bis ins TiG7 schaffen sollten...


27.08.-29.08. Ein Sommernachtsficknam
Theater, Kulturdepot - Grabenhalle
"Einen Löwen, Gott bewahr uns, unter Damen zu bringen, ist eine fürchterliche Sache!"
Eine verwegene Mischung der Theaterstücke "Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare und "Ficknam" von Tuli Kupferberg, versehen mit vielen illustren eigenen Elementen des Regiedebütanten Hötsch Höhle.
Athener Jugendliche ziehen durch einen idyllischen Hain. Immer auf der Suche nach Liebe. Kobolt Puck will helfen, da auch Könige und Königinnen tiefe Gefühle haben. Vieles geht schief. Ein Esel gerät u.a. unfreiwillig in das Geschehen. Soweit noch ganz normal, doch dann ändert sich die Szenerie. Der Vietkong marschiert durch den Hain. Verfolgt von der US-Armee. Die Situation eskaliert. Alles und alle geraten durcheinander - die Jugendlichen, der Vietkong, der König, der Esel, die Armee und nicht zuletzt auch das Publikum. Aufgelöst wird das Spektakel mit einem verschwenderischen Einsatz pyrotechnischer Hilfsmittel - und Thomas Billy Hutter brach sich den Fuß...

Darsteller: Bernd Pfütze, Claudia Spieß, Mateo, Oli Obnoxious, Ute Schmietenknop, Petra Richter, Detlef Moog, Thomas Billy Hutter, Elke Körner, Gerhard Hadl Schramm, Bischof Volker Halisch, Hötsch Höhle, Helmut van der Buchholz, Petra Ockel, Nicole Libnau, Nora Martin, Zoe Wolf, Su Montoya, Cristian Buchholz, Daniela Cohrs.
Sprecher: Daniel Grieshaber.
Musik: Jörg Fischer, Thomas Bohn.
Bühnenbild: Bernd Pfütze.
Kostüme, Maske: Su Montoya, Elke Körner, Claudia Spieß.
Video: Thomas Krupp, Daniela Cohrs.
Licht: Milan Fuchs.
Ton: Thomas Krupp, Daniel Grieshaber.
Buch: Wiliam Shakespeare, Tuli Kupferberg, Hötsch Höhle.
Regie: Hötsch Höhle.


Advent Niveau unter Null 7
Weihnachtsrevue, Buero-Räume
Gimmick: Tütensuppe (Geschmacksrichtung China); Restbestände von "Mao 2000"



April: Die lange Nacht der Museen. Das Buero präsentiert die Aktion Künstler behandeln Sie schlecht vor der Kamera

21.05. Gelbquiz
Pubquiz, Blau MA

17.08.-20.08. Maschine (s/w)
Ausstellung und Aktionen, Kulturdepot - Hallen
Beworben wird diese viertägige Aktion mit "Ein Kunst- und Performanceprojekt". Letztendlich ist es auch genau das; verschiedene Performances, Vorträge und musikalische Darbietungen inmitten einer stilistisch weitgefächerten Gruppenausstellung. Nachhaltig Eindruck hinterlassen der Auftritt Lestushkas - extra für dieses Projekt aus Chicago eingeflogen - und, allerdings aus anderen Gründen, die "Fakirmaschine"

Die Ausstellung: Nicole Libnau, Mannheim; Albert Huber, Mannheim; Tobias Koeck, Mannheim; Bernd Pfütze, Ludwigshafen; Mikel Klein, Stuttgart; Helmut van der Buchholz, Ludwigshafen; Lestushka, Chicago; Roman Fröhlich, Wien; Hötsch Höhle, Mannheim; Buero für angewandten Realismus, Ludwigshafen

Multimedia, Film, Video: Retina Five, Mannheim; Dorothea Donneberg/Michael Gehricke, Berlin; Helmut van der Buchholz, Ludwigshafen; Daniela Chors, Mannheim; Su Montoya, Ludwigshafen/Chicago; Hajoe Mo, Weimar/New York; 486er abwärts, Rhein/Neckar-Raum.

Performance, Aktionen, Konzerte, Vorträge:
17. August
General Schweißtropf, Ludwigshafen (Expressive Lesung); Die Existenzialisten, Lu/Ma (Musik); Bernd Pfütze, Ludwigshafen (Stabtanz); Nulleins, Stuttgart (Lebende Installation); Beate Otremba, Weinheim (Fakirmaschine); Martin Buchholz, Frankfurt (Vortrag); , Ma/Lu  (Performance); Manfred Dechert, Ludwigshafen (Szenische Lesung); Lestushka, Chicago (Multimedia-Show); Tobias Koeck, Mannheim  (Performance); Jörg Fischer, Mannheim (Musik); Thomas Bohn, Worms (Musik); Hutter, Ludwigshafen: Adornos Zunge (Multimedia).

18. August
Nulleins, Stuttgart (Lebende Installation); Hutter, Ludwigshafen: Adornos Zunge (Multimedia); Videodokumentation 17.08.

19. August
Gabba Gabba Hey, Ma/Lu (Nachmittagsworkshop); Höhlenbeck/  Buchmann, Ma/Lu (Performance); Chan Fier, Mannheim (Lesung); Martin Büsser, Mainz (Vortrag); Die Existanzialisten, Ma/Lu/LB (Musik); Bernd Pfütze, Ludwigshafen
(Stabtanz); Nulleins, Stuttgart (Lebende Installation); Hutter, Ludwigshafen: Adornos Zunge  (Multimedia); Lestushka, Chicago (Multimedia-Show); Motorkoeck & Kettenfuchs, Mannheim (Performance); O.W. Himmel, Saarbrücken (Soundexperiment); Agentur für Sinn aller Art, Mainz/Berlin (Interaktion, Video); MC Orgelmüller, Ludwigsburg (Musikalischer Vortrag); Jörg Fischer, Mannheim (Musik); Thomas Bohn, Worms (Musik); Sophie schweigt, Ludwigsburg (Schattenspiel); General Schweißtropf, Ludwigshafen (Expressive Lesung)

20. August
Agentur für Sinn aller Art, Mainz/Berlin (Interaktion, Video); Rainer Trampert & Thomas Ebermann, Hamburg (Kabarett); Hötsch Höhle, Mannheim (Vortrag); Helmut van der Buchholz, Ludwigshafen (Vortrag); Hutter, Ludwigshafen: Adornos Zunge (Multimedia).

14.12 Kulturdepot - Werkstätten Niveau unter Null 8 - die Eröffnung: die Ausstellung fährt in einem Möbelwagen durch das Rhein-Neckar-Dreieck. Als Gimmick wurde die Stoffeinkaufstasche "Fidel" ausgewählt.

16.12. Niveau unter Null - die Performance-Nacht

17.12. Niveau unter Null - die Auktion


09.03. Herr Schultz und Herr Sömmer
Dada-Revue, Heart Gallerie MA
Wir veranstalten ein Gastspiel des dadaistischen Duos in der Heart Gallerie.


31.03. Schandpranger
Extremkunst, Atelier im Kulturdepot
Der Beitrag des Bueros zur dritten Langen Nacht der Museen im Ludwigshafener Kulturdepot.


08.04. Lila- und Violettquiz
Pubquiz, Blau


16.04. Traditional Croquet Meeting
Sport, Ebertpark LU
Wie jedes Jahr am Ostermontag im Ebertpark zu Ludwigshafen.


09.07. Croquet-Trainingslager
Sport, Ebertpark


17.08./18.08. Ubu roi sur la lune
Theater, Kulturdepot - Sanitärräume
Sehr frei nach Alfred Jarry. 20. Juli 1969. "Ein kleiner Schritt für mich, ein großer Schritt für die Menschheit." Der Adler ist gelandet. Nach einem kurzen, aber heftigen Streit betritt Armstrong vor Aldrin den Mond. Die USA haben den Wettlauf durch das All gewonnen. Wirklich? Nach diesem Theaterstück wird die Geschichte der Raumfahrt neu geschrieben werden müssen. Nicht Neil Armstrong war der erste Mensch auf dem Mond, nein, die zerstrittenen Astronauten müssen feststellen, dass sich schon vor ihnen eine Schar exzentrischer Geschöpfe auf dem Erdtrabanten niedergelassen hat: Pommologen, Aussteiger, Extremsportler und vor allem ein korpulenter Monarch europäischer Herkunft mit großem Mundwerk und schlechten Manieren, der hier sein Königreich errichtet hat. Und König Ubu sagt auch den Amerikanern sehr schnell, was Sache ist.Knifflige Zustände sind also unabdingbar. Und das Publikum wird nicht nur an der gewohnt charmanten Darstellungs- und Spielart des Bueros seinen Genuß haben, sondern darf sich auch an den neuesten bühnentechnischen Errungenschaften der Ludwigshafener Theaterreformer erfreuen. Very strange, indeed. Ein kleiner Tritt für den Menschen, ein großer Tritt für die Menschheit.


30.11. Wien Feber Null - Eine Ästhetik des Widerstands
Veranstaltung mit Gerald Raunig, ASV MA


20.12.-22.12. Niveau unter Null 9
Weihnachtsrevue, Kulturdepot - Kantine
Gimmick: Holzpflock



11.07.-14.07. Manie
Kulturdepot - Sanitärräume, großteils vergessene Performances
Zur Eröffnung ein Konzert mit Horacz Bluminth und ???
Freitag bis Sonntag 38,5 Std. Kunstmarathon.
Eine bis heute erhaltene Reliquie dieses Juliwochenendes ist Bernd Pfützes Postkartensammlung. Sie füllt immer noch einen kleinen Sanitärraum.


08.12. Der Buchstabe R
Pubquiz, Blau
Nachdem alle Farben endgültig durch waren, nun das erste Buchstaben-Quiz.


Advent Niveau unter Null 10
Weihnachtsrevue, Kulturdepot - Kantine
Gimmick: Plastikrohr; Restbestände der Rohrsammlung Blech
Plus als Sonderaufgabe an alle Teilnehmer die Gestaltung eines Krocket-Tores.



23.02. Der Buchstabe E
Pubquiz, Blau


17.04. Gründonnerstag
Revue, Kellergruft
Die Crypt-Bar im Keller der Kaiser-Wilhelm-Straße 62 öffnet wieder einmal ihre hölzerne Falltür und lädt zu einem Abend voll seltsamer Dinge...


21.04. Traditional Croquet Meeting
Sport, Ebertpark
Wie jeden Ostermontag. Krocket im Ebertpark am Nachmittag.


04.05. Der Buchstabe A
Pubquiz, Blau


05.05. War Poetry
Lesung, Kellergruft
Ein Themenabend in der Crypt Bar mit literarischen Darbietungen zum Thema Krieg.


04.07. Weltschmerz
Revue, Kellergruft
Wehklagen über den Zustand der Welt. In der Gruft. Dort unten, wohin bislang noch kein Sonnenstrahl gelangt ist.
Man trifft sich dort zum Sehen und Gesehen Werden, um alsdann anderen zu berichten über das Gesehene.
Und der Hohepriester tritt vor das Volk: "Trinken wir auf die Freude..." - "Nein, Freude ist zu kurzlebig. Lass uns lieber auf die Depressionen trinken, die bleiben dir ein Leben lang treu."
Denn diese Welt ist falsch, die Welt ist verachtenswert, es ist alles eitel, diese Welt muss durchschaut werden. Dieser Abend ist ein Instrument der Enttäuschung, der Scheinzerstörung, der Zerstreuung aller Illusionen.An diesem Abend pulsiert jener erhabene Weltschmerz, welcher nicht die stumpfe Verzweiflung, sondern die Tat gebärt. Im Anfang wirkt seine neue Schöpfung jedesmal überwältigend. So soll es sein. Und so sollte es auch sein.


05.07. Grillabend
Speisung, Buero-Garten
Archaische Verköstigung im Garten der Kaiser-Wilhelm-Straße 62. Derweil läuft im Keller eine Videoaufnahme der Geschehnisse des Vortages.


06.07. Der Buchstabe L
Pubquiz, Blau


01. & 02. August. Der zerbrochene Krug
Theater (Regieanweisungen zum Trotz zum Pfälzer Mundartstück degradiert) frei nach Kleist, Kulturdepot - Kantine
Buero-intern das Paradebeispel zum Thema "Wie-man-es-nicht-machen-sollte", auch wenn viele Patzer auf rein technischem Versagen basierten. Aber der Vorabfilm wird als Meilenstein des Buero-Kinos gewertet.



19.10. Herbstwanderung
Breitensport, von Edenkoben nach Neustadt


26.10. Der Buchstabe I
Pubquiz, Blau.
7 Runden: Basiswissen, Igitt-Musik, Italienische Küche, Indien, Ich-Musik, Gemischtwaren-Runde, Igitt-Literatur.
Sieger wurde das Team IRAK.


27.10. Kegeln
Sport, Zum Helmut LU
Näheres zum Kegelsport kann auch auf unserer Sportseite eingesehen werden.


01.12. Kegeln
Sport, Zum Helmut


07.12.  Der Buchstabe S
Pubquiz, Blau


Advent Niveau unter Null 11
Weihnachtsrevue, Kulturdepot - Kantine
Gimmick: Päckchen Streichhölzer



12.04. Krocket-Turnier
Sport, Ebertpark
Wird von Rudi Maier alias MC Orgelmüller gewonnen. Dokumentationsfotos hierzu gibt es hier.


26.04. Kegeln
Sport, Zum Helmut


04.06. 20 Jahre Buero für angewandten Realismus


20.08./ 22.08. Im Weißen Rössl
Operette, Hallenbad Nord LU.
Einer der größten Erfolge des BfaR. An zwei Tagen verwandelt sich ein stillgelegtes Hallenbad in eine österreichische Idylle. Noch nie zuvor wurde so nah am Originaltext eines fremden Werkes gearbeitet. Tiefgründige Veränderungen sind aber auch nicht notwendig, ist das Original doch schon gaga genug. Nur ein paar angewandt-realistische Details werden hinzugefügt: z.B. der 30er-Jahre-Animationsfilm, das Spaßtablett, das extrem beliebte goldene Dreirad, Helmut Kohls Hallenbadwaage (welche einen Lokalreporter mehr als das eigentliche Stück beeindruckte), Bernhard Wadle-Rohe, die dreifache Zensi und - last but not least - das echte tote Pferd.
Ansonsten dominiert eine frappierende Ähnlichkeit mit den Heesters- und Alexanderfilmen: Enthusiastische Darsteller, Dirndl, die Kuh, schaurig-schöne Chor- und Sologesänge, gewagte artistische Tanzeinlagen und inhaltliche Obskuritäten.
Das Publikum ist begeistert, schwenkt beim Finale die ausgehändigten Fähnchen und Xaver Naidoo wollte auch unbedingt im Hallenbad auftreten .Nach seinem Auftritt wurde das Bad für immer geschlossen...

Darsteller: Dorit Rode, Hötsch Höhle, Eva Maria Mayer, Petra Richter, Claudia Spieß, Bernd Pfütze, Daniela Cohrs, Bernhard Kreiter, Gerhard Hadl Schramm, Bernhard Wadle-Rohe, Christine Donneberg, Helmut van der Buchholz, Detlef Moog, Su Montoya, Dr. Marcel Boldorf, Sally Fredkin.
Chor: Julia Mayer, Catrin Häusler, Tina Godel, Helena Kotarlic.
Musikalische Leitung: Rudi Maier.
Choreographie: Dorit Rode.
Technische Leitung: Bernd Blech Zimmermann.
Dramaturgie: Claudia Spieß.
Regie: Daniel Grieshaber.
Bühnenbild, Kostüme, Maske: Su Montoya, Elke Körner, Eva Maria Mayer, Christine Donneberg, Catrin Häusler.
Filme: Mateo, Su Montoya
Tierpräperatrion: Matthias Schmalzbein Feuersenger.


24.10. Herbstwanderung
Breitensport, vom Bahnhof Elmstein zum Bahnhof Frankenstein


09.12.-11.12. Niveau unter Null 12
Weihnachtsrevue, Kultrurdepot - Kantine
Gimmick: Badehose; Fundstücke im Hallenbad Nord, also quasi Restbestände vom "Weißen Rössl"



18.02. Kegeln
Sport, Zum Helmut


28.03. Traditional Croquet Meeting
Sport, Ebertpark


22.05. Der Buchstabe O
Pubquiz, Blau


12.06. Frühjahrswanderung
Breitensport, vom Bahnhof Lambrecht zum Bahnhof Deidesheim


22.06./23.06. Tour de France
Theater, "leerstehendes" Haus am Ludwigsplatz LU
Sehr kurios. Der Buerochor singt ohne Unterlass, Schmalzbein tritt als T-Rex auf. Hötsch Höhle hält sich für Monica Lierhaus und Helena Kotarlic für Frau Altig. Der Bischof Volker H., welcher immer wieder erwähnt werden sollte, ist gedopet und ein aufgebrachter Anwohner des angeblich leerstehenden Hauses schüttet einen Eimer Wasser über das reizende Kussmädchen. Der Asterix-Hintergrund wird kaum erkannt und Jan Ullrich noch von den Öffentlich-Rechtlichen hofiert.


09.10. Der Buchstabe D
Pubquiz, Blau


23.10. Herbstwanderung
Breitensport, vom Bahnhof Neustadt/Weinstr. zum Bahnhof Lambrecht


21.11. Perlen am Rhein
Photographischer Wettbewerb zum Thema Ludwigshafen, Buero-Räume
1. Preis: Identiflex, Karlsruhe
2. Preis: Bernhard Wadle-Rohe, Ludwigshafen
3. Preis: Detlef Moog, Neuhofen
Lobende Erwähnung: Heike Hess, Heidelberg & Helmut van der Buchholz, Ludwigshafen


11.12. 10 Jahre Blau Jubiläumsquiz
Pubquiz, Blau


14.12.-17.12. Niveau unter Null 13
Weihnachtsrevue, Kulturdepot - Kantine
Gimmick: Hirschfamilie aus Plastik
14.12. Ausstellungseröffnung und Filmabend
16.12. Performance-Nacht
17.12. Auktion



März Ludwigshafen auf dem richtigen Weg!
Pressemeldung und Briefprojekt
Die örtlichen Medien sind in der Regel recht dankbar, wenn man sie mit Pressemeldungen beglückt. Als Freunde dieser Perle am Rhein möchten wir uns auf keinen Fall zurückhalten.
Mit folgendem Vorschlag haben wir es in die Zeitung geschafft:

Ludwigshafen auf dem richtigen Weg!

"Mit der Eröffnung des Karstadt Schnäppchen-Centers in der altehrwürdigen Tortenschachtel kann Ludwigshafen an seine städtebaulichen Erfolge der letzten Jahre anknüpfen. Der neue Discounter schließt geschickt die innerstädtische Versorgungslücke, die durch die Schließung des Pleitegeier-Marktes vor wenigen Monaten entstanden ist.

Das Buero für angewandten Realismus begrüßt diese Maßnahme aus mehreren Gründen:   a) Schon zu Zeiten der PLLP wurde allen Plänen zum Abriss der Tortenschachtel eine klare Absage erteilt. b) Gerade im Niedrigpreissektor finden Neugründungen im Einzelhandel eine starke Akzeptanz bei der Ludwigshafener Bevölkerung. c) Durch die Stärkung des Standortes in der Innenstadt entsteht im Osten Ludwigshafens ein Gegenpol zum Gewerbegebiet Oggersheim-West. So sorgt die Stadt für lebendige Bewegung zwischen beiden Polen. d) Der Mangel an Parkplätzen im direkten Umfeld der Tortenschachtel wird nicht zuletzt der öffentliche Nahverkehr gefördert, an den das Schnäppchen-Center vorbildlich angeschlossen ist. e) Mit dem Erfolg des neuen, alten Kaufhauses im Herzen der Innenstadt werden sicherlich auch weitere Investoren ermuntert, auch im Erweiterungsgebiet am Hafen preisgünstige Einkaufsmöglichkeiten zu schaffen. f) Wenn die Stadt diese Linie weiter verfolgt, kann Ludwigshafen innerhalb eines Jahrzehnts zum Einkaufszentrum für Schnäppchenjäger aufsteigen, das den Vergleich mit Zweibrücken und Metzingen nicht zu scheuen braucht.

Als einer der nächsten Schritte in diese Richtung kommt aus unserer Sicht die Umbenennung der Stadt in "Schnäppchenhafen" in Betracht.    

Ludwigshafen, im März 2006. Buero für angewandten Realismus"

 

26.03. Der Buchstabe J
Pubquiz, Blau
Gewonnen hat eine Tischmannschaft mit dem schönen Namen Junge Union.


03.04. Kegeln
Sport, Zum Helmut
Diese fast schon anachronistische Sportart erfreut sich durchaus großer Beliebtheit.


17.04. Krocket-Meeting
Sport, Ebertpark
Am Ostermontag, den 17. April trafen sich die Krocket-Freunde der Rhein-Necar Region und zahlreiche angereiste Gäste von außerhalb zum traditionellen Krocket-Meeting im Ludwigshafener Ebertpark.
Die Organisation hat wieder einmal reibungslos funktioniert. Gab es noch bis zum frühen Nachmittag klassisch britisches Wetter, klarte der Himmel kurz vor Beginn des Meetings auf und der Regen hielt sich bis zum Ende des Treffens zurück.
Aktiv am Krocket-Turnier nahmen ca. 30 Personen aus der Umgebung sowie Delegationen aus Frankfurt, Mainz, Ludwigsburg, Stuttgart, Berlin, München, Prag, London und Edinburgh teil. Gespielt wurde in zwei Gruppen auf dem großen Center Court und einem kleineren Rundparcours.


28.05. Der Buchstabe W
Pubquiz, Blau


18.08.-20.08. Western von Gestern - Sorgen von Morgen
Projekt, Bunker LU
Zu Gast in einem Tiefbunker unter hausrechtlicher Leitung der Ludwigshafener Jungsozialisten.
Großartige Dramaturgie. Es beginnt an der Schneckennudelbrücke; die Darsteller treten in Westernkostümen auf. Dann verschwindet das Publikum unter alten Kaffeesäcken und läuft am Rhein entlang. Der Spaziergang endet in einem Bunker, in welchem neu überarbeitete Märchen vorgespielt werden. Das Finale ist klassisch: Krach und Trockeneis...
Darsteller:
Bernhard Wadle-Rohe, Helena Kotarlic, Hötsch Höhle, Detlef Moog, Till Deurer, Helmut van der Buchholz, Bernd Pfütze, Heike Martina Hess, Daniela Cohrs
Technik: Bernd Zimmermann

Das gestalterische Konzept des Veranstaltungsplakats löste eine heftige Diskussion aus, aus welcher der Designer aber als Sieger hervor ging.


26.08. Loreley
Performance, 4. Sulphur Sonic Open Air Festival MA
Aktivisten: Daniela Cohrs, Heike Hess, Hötsch Höhle, Leroy Hartmann, Helmut van der Buchholz, Nosrat Noston, John Simpson
Outfit & Bühnenbild : Elke Körner





09.10. Kegeln
Sport, Zum Helmut


22.10. Der Buchstabe Z
Pubquiz, Blau
Mit sechs Tischmannschaften und acht Fragerunden: Einführung in die Thematik; Die Zahl Zwei und der ewige zweite; Zelluloid - Musikrunde zu Film und Fernsehen; Zahlen; Zähne zeigen; Zehn Zutaten; Zahlen in der Popmusik; Züge in der Literatur. Gewonnen hat die Gruppe Zappelphillip. Rateteam: Heike Hess, Hötsch Höhle, Helmut van der Buchholz


13.11. Kegeln
Sport, Zum Helmut
Ein weiterer Kegelabend mit zahlreicher Teilnahme. Eigentlich war noch vorgesehen, eine Chorprobe vor Ort einzuschieben, diese wurde jedoch wegen einer notwendigen Entscheidungsrunde auf die nächste Woche vertagt.


27.11. Perlen am Rhein 2
Photowettbewerb, Buero-Räume
Perlen am Rhein 2; der zweite Photowettbewerb des Bueros, diesmal zum Thema "Ludwigshafen und seine Kunst im öffentlichen Raum, wird feierlich in den Buero-Räumen eröffnet. Die Juroren Hötsch Höhle, Daniela Cohrs und Hans-Ulrich Fechler ermittelten folgende Preisträger:
1. Gerhard Schramm
2. Holger C. Grimm (Bild)
3. Bernhard Wadle-Rohe




07.12.-09.12. Niveau unter Null 14
Weihnachtsrevue, Kulturdepot - Sanitärräume
Gimmick: Kaffeesack, Restbestände von "Western von Gestern - Sorgen von Morgen"

07. Dezember
Die Kunstausstellung - Am Ende waren es wieder 187 Exponate, die sich eingefunden hatten.
Der Gimmick - Ein Kaffeesack wurde zur Bearbeitung ausgewählt und verteilt.
Der Filmabend - 5 Filme im Hauptprogramm:
Geheimnis² von Nicole Richwalt und Britta Hartmann
Ausgewählte Episoden von Superart.tv
Die Nacht der lebenden Idioten von Eric Esser
Neulich in Kanada von Karin Eizenhöfer
Trolle im Garten vom Buero für angewandten Realismus

08. Dezember
Performance-Nacht
Das unvollständige Programm (wer mehr weiß, teile es uns mit):
Pril Pinguine - Synchronschwimmen für Männer
General Schweisstropf
Burkhard Tomm-Bub
Buero-Chor
Walter Moers Theater - Der Untergang
Eduard Palatin
Reiterstallel Werner
Walter Möers Theater - KlingKlang
Moderation: Bernd Pfütze (selbstverständlich)

09. Dezember
Auktion
187 Exponate und drei Leergebote auf nichts. 190 Positionen, in nur sechs Stunden unter den Hammer gebracht


16.12. Kunstoutlet
Atelier
 


02.04. Kegeln
Sport, Zum Helmut
Über 20 Teilnehmer. Das wünscht man mancher hochintellellen Veranstaltung auch.


09.04. Traditional Croquet Meeting
Sport, Ebertpark
Bei prächtigem Wetter zog sich das Turnier auf dem Center Court über 6 Stunden lang hin und begeisterte zahlreiche Zuschauer. Titelverteidiger Rudi Maier aus Ludwigsburg siegte ein weiteres mal vor Bernd Arnold (Warnemünde) und den beiden lokalen Sportlern Helmut van der Buchholz und Bernd Pfütze.




21.04. Schwermut
Vorträge, Kellergruft
Ganz unten. Dort, wohin bislang noch kein Sonnenstrahl gelangt ist.
Man trifft sich dort. Nicht nur zum Sehen und Gesehen Werden, und um alsdann anderen zu berichten über das Gesehene. 
Die Düsternis beginnt. Der Hohepriester tritt vor das Volk: - "Werte Anwesende, die Freude ist etwas zu kurzlebiges. Lass uns lieber auf den Schwermut trinken, der bleibt uns das ganze Leben lang treu." 
Denn diese Welt ist falsch und dunkel, die Menschheit ist verachtenswert, es ist alles eitel, diese Welt muss durchschaut werden. Dieser Abend ist ein Instrument der Enttäuschung, der Scheinzerstörung, der Zerstreuung aller Illusionen. Denn, machen wir uns nichts vor: Wem es heutzutage gut geht, dem fehlt es höchstwahrscheinlich an Aufmerksamkeit dem Leben gegenüber.
An diesem Abend in der Gruft pulsiert jener erhabene Schwermut, welcher nicht die stumpfe Verzweiflung, sondern die Tat gebärt. Im Anfang wirkt seine neue Schöpfung jedesmal überwältigend. So soll es sein. Und so wird es sein. Und nicht vergessen: Keine Angst. Alles wird gut.


22.04. Der Buchstabe K
Pubquiz, Blau
Mit spannenden Fregerunden über Katzen, Kirchen, Krach, Körner, Kreuzberg und andere Dinge. Das Siegerteam wählt als nächsten Buchstaben das Q.


07.05. Vorbereitungstreffen für den Literaturabend am 16.08.
Atelier Marlis Jonas


14.05. Kegeln
Sport, Zum Helmut
Der letzte Kegelabend vor der Sommerpause. Wenn nicht allzu viele Teilnehmer beim Kegeln dabei sind, wird das richtig zum Sport.

 

03.06. Der Buchstabe Q
Pubquiz, Blau
Mit Runden über Queerness, Quoten, Quallen, Quatre und natürlich die Kuh.


04.08.-19.08. Leer in Lu
Verschiedenes an verschiedenen Orten

04. August
Leer in Lu - die Stadtführung
Eine Stadtrundfahrt zu den Leerständen Ludwigshafens. Die offiziellen Sehenswürdigkeiten werden einmal nicht beachtet, hier tritt das andere Gesicht der Stadt zum Vorschein. In einem zeitgemäßen Reisebus mit fachkundigen Reiseführern werden mehrere Stationen des Ludwigshafener Leerstands angefahren, an denen exemplarisch und experimentell erörtert wird, wie es dazu kam und welche Potentiale in diesen Orten stecken.
Start: Der Hauptbahnhof  Stationen: Die Weizenbierbrauerei in Rheingönnheim  Das Grab der Hemshof-Friedel auf dem Hauptfriedhof  Das Leinerhäusel, bzw. das, was vorgibt, das Leinerhäusel zu sein  Das Kulturdepot  Die Haltestelle Heinrich-Pesch-Haus  das Rheinufer Süd.
Die Crew: Bernhard Wadle-Rohe, Bernd Pfütze, Helmut van der Buchholz, Heike Martina Hess, Hötsch Höhle, Helena Kotarlic, Daniela Cohrs, Detlef Moog

04. August
Die Leere - Ausstellung
Kulturdepot
"Sein Blick sucht in der öden Leere der weiten Zimmer Schutz."
Friedrich Schiller, Zerstörung von Troja v. 92

Nicht nur Gebäude, Geschäfte, Plätze und Wohnungen sind gelegentlich leer; vom Universum über die Herzen der Menschen bis zum Weinglas zieht sich die Leere durch nahezu alle Epochen, Themen und Wissensgebiete. Höchste Zeit also, daß sich die Kunst einmal dieses Themas annimmt. Untersucht werden sowohl die Schwierigkeiten, mit leeren Dingen umzugehen als auch die Möglichkeiten, die sich aus diesem Umstand ergeben. Und die Ergebnisse dieser Untersuchung bleiben bis kurz vor der Eröffnung streng geheim. Und dann haben einige das Motto tatsächlich wörtlich genommen und eben nichts gemacht...
KünstlerInnen: Bernd Pfütze, Nicole Libnau, Helmut van der Buchholz, Hans-Ulrich Fechler, Martin Naatz

10. August
Die zweite Kunstweltmeisterschaft
Bgm-Reichert-Haus
Darüber ließen sich sicherlich Bücher füllen. Und mittlerweile gibt es dieses Ereignis auch auf DVD.
Ausführlicheres vorerst aber hier.
Neuer Kunstweltmeister ist Helmut van der Buchholz, der Sumo Art Warrior aus den USA in einem packenden Finale besiegen konnte.
Heidrun Apollo (Schwaben) und Bügeleisenmann (Pfalz) erreichten jeweils das Halbfinale.

16. August
Nichts ist voller als das Leere
Literatur auf dem Hochhaus
Mit Maike Lex, General Schweißtropf, Helmut van der Buchholz, Bernd Pfütze und anderen.

19. August
Perlen am Rhein 3
Photowettbewerb, Buero-Räume
Insgesamt entwickelt sich der Photowettbewerb "Perlen am Rhein" gut. 10 Teilnehmer beim ersten Mal, 11 beim 2. und nun 13 teilnehmende Kandidaten, davon zwei Coproduktionen von jeweils zwei KünstlerInnen.
Die Teilnehmer: Jo Fröhner (Ludwigshafen) Holger C. Grimm (Mannheim) O.W. Himmel (Saarbrücken) ElSu (Ludwigshafen) Identiflex & Miramare (Karlsruhe) Marlis Jonas (Ludwigshafen) Ulrike Mattes (Frankfurt) Martin Naatz (Mannheim) Bernd Pfütze (Ludwigshafen) Konstanze Schmitt (Berlin) Gerhard Schramm (Mannheim) Helmut van der Buchholz (Ludwigshafen) Bernhard Wadle-Rohe (Ludwigshafen)
Die Jury: Heike Martina Hess, Kritikerin, World Arting Federation (Heidelberg) Hötsch Höhle, BfaR (Mannheim) Hans-Ulrich Fechler, die Rheinpfalz (Ludwigshafen)

Die Preisträger: 1. Gerhard "Hadl" Schramm, der Titelverteidiger, für sein Bild "Durch und durch Leer"  2. ElSu, Elke Körner & Su Montoya: "Wirtin der Leere" 3. Holger C. Grimm "Ausfahrt Rathaus" (Bild oben)


07.10 Der Buchstabe N
Pubquiz, Blau
Mit Fragerunden zum Neckar , zur Nacht und anderen schönen Dingen. Die Siegermannschaft mit dem schönen Namen Aschloch fing zwar nicht mit N an, ergatterte aber dennoch die meisten Punkte.


18.10. Kegeln
Sport, Zum Helmut


21.10. Herbstwanderung
Breitensport, vom Bahnhof Neidenthal zum Bahnhof Neidenfels
Unter fachkundiger Leitung des Wanderwarts Detlef Moog.


12.11. Mord in der Gruft
Revue, Kellergruft
Eine feierlich-grausame Revue mit alten und neuen Bekannten.


20.12.-22.12. Niveau unter Null 15
Weihnachtsrevue, Kulturdepot - Sanitärräume
Gimmick: LP



21.01. Kegeln
Sport, Zum Helmut


11.02. Dekadentes Barock
Aktion, Kellergruft
Ein experimenteller und fragwürdiger Einakter mit absurden Motiven.












 






18.02. Kegeln
Sport, Zum Helmut


24.02. Der Buchstabe P
Mit unglaublichen Runden zu Plattencovern, Philosophie, Punkrock und anderem. Gewonnen hat die Mannschaft Power und sie haben den Buchstaben H für das nächste Quiz erwählt.


24.03. Traditional Croquet Meeting
Sport, Ebertpark
Bedingt durch den frühen Termin war es noch nicht ganz so warm wie an anderen Tagen und begann inmitten Schneegestöbers. Dennoch eine rege Teilnahme. Sieger wurde erstmals Helmut van der Buchholz vor Thomas Billy Hutter und Hötsch Höhle.


20.04. Die Zweite Kunstweltmeisterschaft-Der Film
Der Film ist fertig und hat Premiere. Wer dieses grandiose Ereignis im Sommer 2007 ebenso verpasst hat, wie auch die Filmvorführung, der kann sich immer noch die DVD bestellen und sich so ein Bild über die höheren Weihen der Kunst machen.


21.04. Kegeln
Sport, Zum Helmut
Ein weiterer, gut besuchter Kegelabend als Abschluss der Wintersaison.


09.06. Wirtschaftsstandort Ludwigshafen
Photowettbewerb, Buero-Räume
Eine hochkarätige Jury (H.U. Fechler, B. Wadle-Rohe, M. Herrmann, S. Montoya) prämierte folgende Preisträger:
1. Preis: Gerhard "Hadl" Schramm
2. Preis: Bernd Pfütze
3. Preis: Hötsch Höhle
Sonderpreis des WeltKunstZentrums: Tobias Koeck















18.07.-20.07. Im Tal der künstlichen Körper
Ausstellung mit Rahmenprogramm, Bgm-Reichert-Haus
Freitag, 18.07. Eröffnung und Party
Samstag, 19.07. Performance-Abend             
Sonntag 20.07. Hektoliteratur und Film
Hervorzuheben ist das Debüt der angewandt-realistischen Theater-Karaoke (am 19.07.). Zur Prämiere gibt es "Frankenstein". Das Publikum tobt, das Monster auch. Die Kussszene "Wie-in-Vom-Winde-verweht" fällt eher zögerlich aus. Egal. So kann es weitergehen...


Am Projekt beteiligte KünstlerInnen:
Stefan Bechtold (Photo)
Claudia Spieß (Collage)
Sally Fretkin (Zeichnung)
Daniel Grieshaber (Photo)
Matthias Becker (Photo)
Armin Kühne (Objekt)
Bernd Pfütze (Marionetten)
Artur Kurkowski (Malerei)
Peter Schmidt (Objekt, Photo)
Tobias Koeck Malerei, Objekte)
Nicole Libnau (Collagen)
Kolia Koeck (Zeichnung, Plastik)
Sofie Gehricke (Zeichnung)
Dorothea Donneberg (Zeichnung)
Burkhard Tomm-Bub (Virtuelle Installation)
Nicola Graf (Plastik)
Jörg Fischer (Photo)
Hötsch Höhle (Malerei)
Daniela Cohrs (Plastik)
Zoe Wolf (Textilobjekte)
Su Montoya (Objekte)
Helmut van der Buchholz (Objekte, Performance)
Hauke Löns (Videojockey)
Mateo (Theaterkaraoke)
Bernhard Wadle-Rohe (Performance)
Hans-Ulrich Fechler (Performance)


13.10. Ich will meine U-Bahn wiederhaben
Aktion und Kundgebung zur Erhaltung der U-Bahn-Haltestelle Danziger Platz, U-Bahn-Haltestelle Danziger Platz


20.10. Kegeln
Sport, Zum Helmut
Der erste Kegeltermin nach der Sommerpause.


03.11. Luther und die Atomphysik
Vortrag, Buero-Räume
Ansprache des Aktivisten Hans-Ulrich Fechler als Start der Veranstaltungsreihe "Aktion Halbwissen".


24.11. Kegeln
Sport, Zum Helmut


01.12. Städtebauliche Todsünden unter besonderer Berücksichtigung der Verkehrsproblematik
Vortrag, Atelier
Referat von Helmut van der Buchholz. Im Rahmen der Reihe "Projekt Halbwissen".


18.12.-20.12. Niveau unter Null 16
Weihnachtsrevue, Kulturdepot - Sanitärräume
Gimmick: Pizzaschachtel

18. Dezember
Ausstellungseröffnung und Filmprogramm

19. Dezember
Performance-Nacht
Programm (noch unvollständig):
Roman F. von einer Berliner Vorlesebühne
Cindy & Bert
General Schweißtropf
Drehbuchleser
Manfred Dechert
Ottl Otterstätter
Hans Hartz IV
Guido Knopp Theater
Die Stalinorgeln
Gene
Martin Giaco
BukTomm Bloch
Pizza Connection
Puppentheater
Monsieur 440 000 Volt

20. Dezember
Auktion
Das Wekt "Cities" von Mo Magic erzielt das Rekordergebnis von 140,- EUR



05.01. Kegeln
Sport, Zum Helmut
Neujahrskegeln mit erfreulich hoher Beteiligung trotz widriger Witterungsverhältnisse.


02.02. Kegeln
Sport, Zum Helmut


06.03. Die Dreibroschenoper
Theater-Karaoke, Wilhelm-Hack-Museum
Das Buero für angewandten Realismus beteiligt sich an der Wiedereröffnung des Wilhelm-Hack-Museums mit seiner dritten Theaterkaraoke-Produktion, der Dreibroschenoper. Eine Versöhnung? Übrigens: Die zweite Theater-Karaoke fand letztes Jahr im Blau während des Nachtwandels (wahrscheinlich im Oktober) statt. Es gab "Das Nibelungenlied".


09.03. Kegeln
Sport, Zum Helmut


April Über die Zukunft der Stadtbibliothek Ludwigshafen
Pressemeldung und Briefprojekt

Über die Zukunft der Stadtbibliothek Ludwigshafen

"Die Stadtverwaltung beklagt derzeit völlig zu Recht den unzureichenden baulichen und räumlichen Zustand der Ludwigshafener Stadtbibliothek.
Nach der Sanierung des Hack­museums und des Pfalzbaus soll auch diese für die Stadt bedeutende Kultureinrichtung saniert werden. Die dafür anfallenden finanziellen Aufwendungen sind gut angelegt, zumal die Stadtbücherei deutlich mehr Nutzer und Besucher aufweist als Museum und Theater zusammen. So weit, so gut.
Neben den baulichen Mängeln, die von der Verwaltung beschrieben werden (Wasserfle­cken, Einfachverglasungen, Barrierefreiheit) und die sich sicherlich baulich beheben las­sen, werden allerdings auch räumliche Defizite bemängelt; die Räume der Kinder- und Ju­gendbibliothek sind viel zu klein, die Regale stehen zu eng beieinander, der Lesesaal führt ein Schattendasein, ein Literaturcafe wäre wünschenswert und anderes wird hier erwähnt, was in anderen öffentlichen Bibliotheken vergleichbarer Städte längst Standard ist.

Aber, und hier fangen wohl die Schwierigkeiten an, das Gebäude in der Bismarckstraße lässt sich nicht aufblasen. Kunstverein, Kulturverwaltung und Theaterbühne werden ohne Zweifel ihre Räume nicht aufgeben wollen. Und ein Abriss und Neubau an gleicher Stelle kommen wohl auch nicht in Frage.
Wenn die angekündigte Sanierung im Rahmen des Be­standsgebäudes erfolgen sollte, so ist als Ergebnis allenfalls eine kosmetische Verbesse­rung zu erwarten, nicht aber eine zukunftsweisende Bibliothek, die den aktuellen Anforde­rungen an eine solche Institution gerecht wird.

Weil diese Entwicklung absehbar ist, möchte das Buero für angewandten Realismus einen Vorschlag zur Zukunft der Stadtbibliothek in die öffentliche Diskussion einbringen.

Wir sind uns durchaus bewusst, dass dieser nicht auf umfassende Gegenliebe stoßen wird und auch mit den üblichen Bedenken, Sachzwängen und sonstigen Gegenargumenten abge­tan wird.Dies mag sein.Doch sollte dies nicht hinter verschlossenen Türen geschehen, sondern in aller Öffentlichkeit. Auf dass im Nachhinein niemand sage, es habe ja keine Al­ternative bestanden...

1.
In dem Gebäude in der Bismarckstraße lässt sich die Stadtbibliothek in dem ge­wünschten Umfang nicht bzw. nur mit starken Abstrichen realisieren.
2.
Eine Sanierung des Gebäudes ist sinnvoll und notwendig, dabei sollte aber der Charakter des Gebäudes als typisches Bauwerk der frühen 60er Jahre erhalten bleiben.
3.
Eine bauliche Erweiterung (Aufstockung bzw. Anbau zur Straße oder zum Hof hin) würde diesen Charakter im besten Fall stark beeinträchtigen.
4.
Daher sollte es zumindest erlaubt sein, sich in der Nähe nach potentiellen Alternati­ven umzusehen.
5.
In nicht einmal 300 m Luftlinie existiert zum Beispiel eine solche Alternative; ein re­präsentatives Gebäude in exponierter Lage mit ausreichend Flächen für die Bedürf­nisse einer modernen Bibliothek, bestens erschlossen und sehr variabel zu gestal­ten.
6.
Dieses Gebäude hat das gegenteilige Problem der Stadtbibliothek; in seiner 1a-Lage wird es gerade mal als (bestenfalls) drittklassiges Kaufhaus genutzt, das Un­tergeschoss ist seit Jahren für den Publikumsverkehr gesperrt und es werden kei­nerlei Maßnahmen unternommen, ihm als einem der populärsten Bauwerke der Stadt gerecht zu werden.
7.
Sehr gut, meine Damen und Herren, sie haben richtig geraten. Wir sprechen von der Tortenschachtel am Berliner Platz.
8.
Eine Nutzung dieses Rundbaus durch die Stadtbibliothek würde allen potentiell beteiligten zugute kommen:
- Die Bibliothek hätte ausreichend Platz an einer herausragenden Lage
- Die Stadt Ludwigshafen kann sich als Kulturstandort profilieren
- Die Lukom kann das Konzept ihres Modellvorhabens "Lernender Stadtumbau" um
eine völlig neue Facette bereichern
- Die Nutzer der Bücherei haben eine Super-Verbindung nach nahezu überall
- Das Gebäude verließe endlich seinen Dornröschenschlaf, in den es mit dem
Auszug des Kaufhof Ende der 70er Jahre gefallen ist
- Der Berliner Platz profitiert davon, dass sich neben all den Imbißbetrieben endlich
einmal richtige Kultur ansiedelt
- und nicht zuletzt freut sich der Besitzer des Gebäudes, dessen Nutzer nicht mehr
alle paar Jahre den Namen wechselt.
9.
Das Schnäppchen-Center könnte in diesem Fall z.B. in das bis Ende nächsten Jah­res frei werdende Kaufhof-Gebäude umziehen. Und für das dann frei werdende Ge­bäude in der Bismarckstraße lässt sich sicher eine neue Nutzung finden. Auf Wunsch sind wir auch hierbei gerne behilflich.
10
Keine Angst. Alles wird gut.

Wir erklären die hierzu überfällige Diskussion hiermit als eröffnet."


06.04. Kegeln
Sport, Zum Helmut
Ein weiterer Kegelabend. Gesellige Termine erfreuen sich oft größerer Akzeptanz als Hochkulturelle Anstrengungen. Sollte uns das zu Denken geben?


13.04. Traditional Croquet Meeting
Sport, Ebertpark
Keiner weiß genau, zum wievielten Mal.
Hier die Platzierungen:
1. Thomas Billy Hutter
2. Rudi Maier
3. Daniele Miria
4. Helmut van der Buchholz
5. Nora Martin
6. Stefan Bechtold


11.05. Kegeln
Sport, Zum Helmut
Der letzte Kegelabend vor der Sommerpause.


23.05.-01.06. Festival des angewandten Realismus
25 Jahre Buero für angewandten Realismus
Das Buero wird dieser Tage 25 Jahre alt. Und fast gleichzeitig rückt der Abschied aus der Kaiser-Wilhelm-Straße immer näher. Beides sollte in angemessener Weise gewürdigt werden.

Das Programm:

23. Mai
Der Festakt unf gleichzeitig Auftakt in die heiße Phase des Wahlkampfes unseres kompetenten OB-Kandidaten. Mit dabei war Ludwigshafens Punklegende WKZ, die dem ganzen einen würdigen Rahmen geben sollte.

25. Mai
OB-Casting in der Eberthalle. Unser wirklich beeindruckender Kandidat stellte sich der Öffentlichkeit gemeinsam mit seinen beiden KonkurentInnen, Frau Lohse und Herr van Vliet. Selbst ansonsten weitgehend humorfreie Sozis mussten danach anerkennen, dass diese von der Rheinpfalz organisierte Veranstaltung ohne unseren Kandidaten totlangweilig geworden wäre.

28. Mai
Kunst und Wein. Ein feuchtfröhliches Atelier-Gespräch mit dem Kunstweltmeister im Kulturdepot.

30. Mai
Performanceabend mit Ottl Otterstätter. Moderiert vom wirklich seir guten Ob-Kandidaten.

31. Mai
Pfingstkrocket auf der Parkinsel. Gewonnen von Bernd Pfütze.

01. Juni
Vernissage des Photowettbewerbs "Abschied" 
1. Platz: Tobias Koeck "Alle treten ab"
2. Platz: Heike Hess "Berlin" (Bild)
3. Platz: Unbekannt "Erich"
Sonderpreis für Serien: Marlis Jonas

Im Anschluss daran noch ein kleines Abschiedsprogramm in der Kellergruft. Nie wieder wird es einen Veranstaltungsraum mit solch einer Athmosphäre geben....







07.06. Kommunalwahl in Ludwigshafen
Unser vorzüglicher Kandidat für den Posten des Oberbürgermeisters, Bernhard Wadle-Rohe alias Dr. Karl Rettich-Jetz alias General Schweißtropf verfünffacht seinen Stimmenanteil und kommt auf 3,1 % der gültigen Stimmen. Selbst eingefleischte Sozialdemokraten geben zu, dass der Wahlkampf ohne ihn todlangweilig gewesen wäre.





22.07. Umzug
Wir verlassen endgültig die Kaiser-Wilhelm-Straße 62. Ab jetzt sind wir nur noch in der Karl-Krämer-Straße 2 zu Hause (Kulturdepot).


02.07.-11.07. Das Böse
Ausstellungsprojekt, ehemalige U-Bahn-Haltestelle Danziger Platz
"Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles, was entsteht, ist wert, daß es zugrunde geht; drum besser wär's, daß nichts entstünde. So ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz das Böse nennt, mein eigentliches Element."
Schon dieses Zitat des wohl bekanntesten aller deutschen Dichter deutet es an: Das Böse ist nicht nur das, was in der Regel als ethisch falsch und verwerflich bezeichnet wird. Gewiss, das Böse ist einerseits das Gegenteil des moralisch Guten. Aber die Begriffe "das Gute" und "das Böse" sind eben nur normative, präskriptive Begriffe, und wer sie benutzt, beschreibt im Allgemeinen nicht nur, sondern wertet und hätte gerne, dass andere ebenso werten und entsprechend diesen Werturteilen handeln.
"Das Gute" und "das Böse" werden oft als Gegenpole betrachtet, zwischen denen es viele Abstufungen gibt. Und doch geht von dem, was auf allerlei verschiedene Art und Weise umschrieben wird, bei dem aber letztendlich doch das Böse gemeint ist, eine große Faszination aus, die all jene, die sich auf der richtigen Seite wähnen, stets aufs neue in Versuchung führt. Denn das Böse ist immer und Überall.
Das Buero für angewandten Realismus hat sich auf die Suche gemacht und ist fündig geworden. Aber keine Angst. Alles wird gut.

Das Programm:

02. Juli
Der Prolog.  Das Böse im Radio. Die Radiotrinker (Hötsch Höhle und Helmut van der Buchholz mit Gast Tobias Koeck) im Bermudafunk auf 89,6  und 105,4 MHZ

03. Juli
Die Eröffnung der Ausstellung "Das Böse" mit düsterem Beiprogramm
Werke von Hötsch Höhle, Su Montoya, Tobias Koeck, Nicole Libnau, Kolja Koeck, Mateo Herrmann, Helmut van der Buchholz, Bernd Pfütze und Bernhard Wadle-Rohe.  

04. Juli
Das Böse auf der Bühne. Performances unter dunklen Vorzeichen
Gordons Erbengemeinschaft, Helmut van der Buchholz, PJ Guitarhuber, Mateo Herrmann

06. Juli
Literarisches Grauen. Über das Böse. Aus eigener und klassischer Textproduktion.
Mit General Schweißtropf, Buk TommBloch, Hans-Ulrich Fechler, Bernd Pfütze, Helmut van der Buchholz

10 Juli
Die Führung durch die dunklen Seiten der Stadt. Zu Fuß durch den Tunnel.

11. Juli
Die Finnissage. Dem Bösen wird ein würdiger Abgang bereitet, ohne gleich nach dem Exorzisten rufen zu müssen...


23.08. Krocket-Seminar
Sport, Ebertpark
Das Buero beteiligt sich am klassischen englischen Picknick im Ebertpark zu Ludwigshafen, veranstaltet von der Initiative Buchkultur, mit einer gepflegten Runde Krocket.


08.10. Das Prinzip Hoffnung
Ausstellung, Ernst-Bloch-Zentrum LU
Neben illig&illig und einer Frau Izi stellt das Buero das alte Buero-Büro und die van der Buchholzsche Blechdosensammlung (hier anpassenderweise Blochdosen gennant) aus. Zusätzlich spricht General Schweisstropf  mit anderen Blochwissenschaftlern einleitende Worte. Und das alles auf Wunsch des Bloch-Zentrums...


12.10 Kegeln
Sport, Zum Helmut
Der einzige Grund, sich über das Ende des Sommers zu freuen ist, dass die Kegelsaison wieder losgeht... Gut Holz!


17.10. Hemshof-Friedel-Gedächtnis-Flashmob
Aktion, Ludwigsplatz LU
Zum 30. Todestag wird auf dem Ludwigsplatz dem wohl bekanntesten Ludwigshafener Original gehuldigt.


02.11. Öffentliche Buero-Sitzung
Public Viewing, Ernst-Bloch-Zentrum
Zum letzten Mal fand die montägliche Buero-Sitzung in der alten Umgebung, mittlerweile als Leihgabe im Bloch-Zentrum, statt. Die dazu eingeladene Öffentlichkeit bestand hauptsächlich aus Vertretern des Zentrums und der Presse. Um nicht im Vorfeld schon die Überraschungselemente der bevorstehenden Performance "Das Bloch" auszuplaudern, glich diese öffentliche Sitzung eher einem konspirativen Getuschel.


16.11. Kegeln
Ein weiterer erquicklicher Sportabend in beschaulicher Athmosphäre.  Bemerkenswert, dass solcherlei Dinge mehr Leute anlocken als inhaltsschwere Hochkultur.

0.11. Das Bloch
Performance im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen

Das Prinzip Hoffnung trifft auf unser Modell eines Prinzip No Future.
Und das staunende Publikum kann erleben, wie aus diesen beiden Modulen etwas neuartiges emporsteigt und die Menschheit mit Glück erfüllt.
Maybe, it seems to be very strange.
Aber diese Welt ist eben nicht immer einfach zu verstehen.


27.11. Herbstwanderung
Von Bad Dürkheim nach Wachenheim

03.12. Niveau Unter Null 17 - der Eröffnungsabend
Ausstellungsaufbau als Programm, Live-Übertragung von Memory-Turnier, Filmprogramm, Dia-Show

04.12. Niveau unter Null 17 - die Performancenacht
Mit dabei:
Buffy-Fanclub
Bernhard Wadle-Rohe: Eskimo-Performance
Die kleinen Freunde der Zwerge
Ottl Otterstätter
Ian Curtis-Tanztheater
Gartenzwerg-Hymne
Das Leere und das Volle
Teile des Abends sind bei youtube zu bestaunen.

05.12. Niveau unter Null 17 - die Auktion
Wer das Ergebnis haben möchte, solle sich bitte bei uns melden.

14.12. Kegeln
Ein weiterer Abend mit sportlicher Betätigung. Erstmals ist es gelungen, einen Kegel in seine Bestandteile zu zerlegen. Alle Achtung.


18.01. Kegeln

Die Temperaturen im Sportraum lagen in etwa in der Höhe der Außentemperaturen. Fast könnte man es Eiskegeln nennen. Eine der beiden Bahnen litt unter einer Undichtigkeit im Dachbereich und wies deutliche Wasserpfützen auf. Dennoch waren die elf TeilnehmerInnen guter Laune und bekämpften die innere Kälte mit Slivowitz...

15.02. Rosenmontagskegeln

Die Temperaturen waren auch dieses Mal nicht viel höher, allerdings war der Abend gut besucht, was etwas Abhilfe gebracht hat. Von der Möglichkeit, in maskierter Kleidung zu erscheinen, haben nicht allzu viele Sportler gebrauch gemacht, das vorgegebene Thema "Südamerika/Inka" wurde nur von Kegelsenior Bernd Pfütze souverän erfüllt.

15. 03. Noch ein Kegelabend.

05.04. Tradititional Croquet Meeting 2010

Bei anfangs noch grauem Himmel fanden sich dennoch gut 25 Sportfreunde aus sechs Nationen ein, von denen sich nach ca. fünf Stunden erstmals Bernhard Wadle-Rohe als Sieger herausstellte. Die nächsten Plätze gingen an Milan Fuchs, Thomas Billy Hutter, Michael Zaiser und Rudi Maier. Der Aufforderung nach gepflegter britischer Garderobe waren dieses Jahr nicht allzu viele Personen gefolgt. Daher entstand die Idee, ab 2011 einen Sonderpreis für das britischte Outfit zu vergeben. Hierfür werden jetzt schon geeignete Juroren gesucht.

12. 04. Schon wieder ein Kegelabend.

Gut besucht und voll ausgelassener Stimmung. Die beiden Fast-Jubiliare von der AIG fungierten als Mannschaftskapitäne. Das Team Hutter lag am Ende mit 4:1 vorne.

03. 05. AIG-Jubiläum

10.05. Kegelabend. Auch wenn das auf Dauer etwas eintönig wirken sollte, so seien diese Abende dennoch sorgsam aufgelistet. Schließlich sind diese Abende auch nicht schlecht besucht. Und mancher wird auch noch nach Jahren stolz beim durchstöbern dieser Liste verkünden: "Ich war dabei!"

31.05. Der letzte Kegelabend vor der Sommerpause. Aufgrund technischer Unzulänglichkeiten konnte nur auf einer Bahn gekegelt werden.

07.06. Das Buero-Plenum beschließt, bei der anstehenden Fußball-WM Nordkorea und bei der Bundespräsidenten-Wahl Bernhard Wadle-Rohe die Daumen zu drücken. Die Ereignisse der nächsten Wochen werden zeigen, dass das nicht viel genützt haben wird...

28.06. Offizielle Einweihung
des neuen Besprechungs-zimmers

Ein Jahr zuvor musste das Buero für angewandten Realismus seine Räume in der Kaiser-Wilhelm-Straße verlassen. Nun gibt es ein neues Büro des Bueros; in liebevoller Kleinarbeit wurde eine Rumpelkammer in ein modernes Konferenzzentrum mit kleiner, variabler Bühne verwandelt. Und an diesem Abend wurde der Raum seiner Bestimmung übergeben.

Programm:
Helmut van der Buchholz: Geschichte der Räume des Bueros seit 1984 (Vortrag)
Bernd Pfütze: Ode an das Zimmer (Literatur)
General Schweißtropf: Fer die Katz! (Performance)
Ulrich Thul: Highlights of the Buero (Dia-Show)
Gabba Gabba Hey: Kultur in der Mittagspause (Jazz)

01.07. Prolog zum Trottoir des Todes im Bermudafunk. Die Radiotrinker führen das Publikum in die Thematik ein und sich selbst Geträne zu...

11.07. Beim WM-Tippspiel des Doppelpass Mannheim belegt das Buero nach Auswertung aller Spiele mit 851 Punkten Platz 46 von 103 Teilnehmern.

15.07. Culture du Trottoir - populärwissenschaftlicher Vortrag. Wenn Kunst und Kultur hierzulande statt in Museen, Konzertsälen und Galerien einfach auf dem Gehweg um die Ecke stattfindet, scheiden sich die Geister; für die einen entwickelt sich hier die wahre, authentische Kultur unserer Zeit, für die anderen handelt es sich dann um eine Ware minderer Qualität, um die sich besser der Staatsanwalt und nicht die Förderbehörden kümmern sollte. 

Möglichkeiten und Grenzen solcher „Kultur vom Gehweg“ wurden in einem Vortrag des amtierenden Kunstweltmeisters Helmut van der Buchholz erörtert.

22.7. Trottoir des Todes - Die Ausstelungseröffnung

Wenn Du zur Arbeit gehst am frühen Morgen, wenn Du auf dem Trottoir stehst mit Deinen Sorgen, da zeigt die Stadt Dir asphaltglatt im Menschentrichter Millionen Gesichter. Nirgendwo sonst kommt man sich so nahe, unabhängig davon, wer man ist und was man so macht. Auf dem Trottoir treffen sich alle. Der große Direktor und der kleine Kassierer. Hier kann man die Straßenseite wechseln, doch ganz aus dem Weg gehen kann man sich nicht. Die Kleidung dient als Uniform und sie zeigt uns die Hierarchie. Und wenn man genauer hinschaut, entdeckt man auf dem Trottoir auch noch andere Hinweise: Das Ende steht steht schon vor der Tür. 

Der Star dieser Ausstellung war nicht eines der ausgestellten Kunstwerke (die gab es auch), sondern der Raum selbst. Kaffeesäcke an der Decke, Wellpappe an den Wänden und Rindenmulch als Fußboden. Als Eingang diente eine Rutsche.

Beteiligt waren (alphabetisch) Gerold Blaese, Hötsch Höhle, Kolja Koeck, Tobias Koeck, Bernd Pfütze, Helmut van der Buchholz, Günther Weiser, Bernhard Wadle-Rohe.

23.7. Trottoir des Todes  - Der Performance-Abend

Ein Abend mit bekannt grenzwertigem Programm, das über die Grenzen des einfachen Ausstellungsraumes hinausgehen wird. Und bei Bedarf gab es auch ein geräumiges Trottoir direkt vor der Tür...

Bernhard Wadle-Rohe: Sie haben ihn ans Kreuz geschlagen
Helmut van der Buchholz: La Chanson sur le trottoir
BfaR: Auguste Bolte

24.7. Die geplante Führung durch den Tunnel der Angst musste leider ausfallen, da von Seiten der Stadt Ludwigshafen keine Genehmigung zu erlangen war. Begründet wurde dies einerseits mit Sicherheitsbedenken und einer zu geringen Vorlaufzeit von "nur" einem Monat, andererseits mit dem Titel der Veranstaltungsreihe Trottoir des Todes, der ungute Assoziationen weckt. Das Buero erwägt, das Vorhaben ein weiteres Mal mit ausreichend langer Vorlaufzeit unter dem Titel Sicher ist Sicher zu beantragen.

26.7. Trottoir des Todes - die Finissage. Mit DJ Bernd Pfütze und einem Konzept einer visionären Ecole du Culture du Trottoir.

27.9. Start in die neue Kegelsaison. Gut Holz. Die technischen Unzulänglichkeiten am Ende der letzten Saison sind beseitigt. So soll es sein.

25.10. Noch einmal Kegeln.

08.11. Buero im Kulturdepot: Projekt Halbwissen - Hans-Ulrich Fechler über Hermann Göring

15.11. Buero im Kulturdepot: Projekt Halbwissen - Bernd Pfütze über Fichte

22.11. Wieder einmal Kegeln. Der letzte Termin für 2010

29.11. Buero im Kulturdepot: Projekt Halbwissen - Thomas Billy Hutter über Das Motiv des abgetrennten Fingers im Werk von Henning Mankell.

09.12. Eröffnung Niveau unter Null.
Führung durch die Ausstellung;
Präsentation des Lexikon für angewandten Realismus durch Bernd Pfütze;
Filmpremiere "Trottoir des Todes".

10.12. Performance-Nacht Niveau unter Null. Mit Rhea Häni, General Schweißtropf, Manfred Dechert, Ottl Otterstätter, Freddy and Friends, Britta Hartmann, Walter Moers Theater, Kunstweltmeister und anderen.

11.12. Auktion Niveau unter Null; 133 Werke werden von 19:00 bis ca. 00:20 Uhr an 43 Kunden versteigert.

20.12. Kunstsupermarkt kurz vor Weihnachten im Kulturdepot.


03.01. Neujahrskegeln. Andere machen einen Neujahrsempfang, das Buero für angewandten Realismus bietet seinen Gästen körperliche Ertüchtigung. Die guten Vorsätze (mehr Sport!)sind ja noch nicht vergessen. Mit solch einem Konzept schafft man es zum Tagestip im Stadtmagazin Meier und zu einer gut besuchten Veranstaltung. Während dieser fiel irgendwann die Elektronik der einen Bahn aus und man musste dann mit 2 Mannschaften auf einer Bahn weiterspielen, aber das tat der guten Laune keinen Abbruch.

24.01. Ab heute sollen die wöchentlichen Plenumssitzungen immer mit einem kulturellen Intro begonnen werden. Den Anfang machte Bernd Pfütze mit einem Vortrag über die sächsische Sprache.

27.01. Nach ca. anderthalb (oder gefühlten fünf) Jahren des Wartens ist es der Telekom gelungen den Telefonanschluss in den Depot-Räumen zum Laufen zu kriegen. Mit Beschluss des Buero-Plenums vom 31.01. wurde daher der 27. Januar zum Tag des Fernsprechapparates erklärt und soll künftig entsprechend gewürdigt werden. Alle Leser dieser Zeilen sind aufgerufen, einfach mal unter 0621 625410 anzurufen, um zu schauen, ob grad jemand da ist.

07.02. Der zweite Kegelabend in diesem Jahr. Dieses Mal ohne technische Pannen.

07.03. Rosenmontagskegeln mit Rekordbeteiligung. Über 20 Sportlerinnen und Sportler haben sich eingefunden. Etwa die Hälfte davon sind dem Aufruf, sich zu verkleiden, nachgekomen.

01.04. Klein und farblos. Eine Ausstellung für einen Abend. Kurz und schmerzlos. Und klein und Farblos.Dieser Welt, in der stets nach Größer, Schneller, Bunter, Teurer gelechzt wird, sollte ein wenig unspektakuläres entgegengestellt werden.

In der Regel ist das, was als schön und wertvoll betrachtet wird, groß und bunt.  Aber gerade dieses "groß größer & bunt bunter" ist es, welches uns auf Dauer ermüdet und unsere Intensität der Betrachtung einschläfert. Unsere Auseinandersetzung mit diesem Problem hat uns dazu veranlasst, unsere Sichtweise und unsere Intensität in der Auseinadersetzung mit unserer Kunst auf das kleine, von Farbe nicht überfrachtetete Kunstwerk zu lenken. Dabei sind Bilder und Objekte entstanden, die kleiner als A4, in schwarzweiß oder grau gehalten sind und auf kleinem Raum präsentiert werden.

09.04. Die lange Nacht der Museen nach langer Zeit wieder mit uns. Vier Ausstellungen plus Beiprogramm laufen von 19 bis kurz vor 2 Uhr. Dann hat man verfrüht den Raum abgeschlossen und promt kommen noch Gäste.

10.04. Nachmittägliches Kaffeekränzchen. Wer die Museumsnacht aus finanziellen oder terminlichen Gründen verpasst hat, kann dies jetzt nachholen. Bily gibt einen Einblick in Leben und Nachlass von Karlheinz Bloss.

11.04. Erneuter Kegelabend. Bei einer Mannschaftsaufteilung nach dem Mtto Jugend vs. Erfahrung müssen die Senioren eine herbe Niederlage verkraften. Die jugendliche U53-Mannschaft um Jungstar Hötsch Höhle (4 Neuner an einem Abend) siegt überlegen mit 5 : 0

17.04. Gemeinsame Frühjahrswanderung des Buero für angewandten Realismus und des Bermudafunks von Weidenthal nach Frankenstein. Mittagliche Einkehr im Gasthaus Schwarzsohl.

18.04. Die neue Aktivistengalerie in den Räumen im Kulturdepot macht Fortschritte. Immerhin wurden jetzt zahlreiche Fotografien in Schwarzweiß eingereicht. Über Form und Umfang der Präsentation wird in den kommenden Wochen diskutiert werden.

25.04. Traditional Croquet Meeting im Ludwigshafener Ebertpark. 23 Teilnehmer aus 6 Ländern, ca. drei mal soviele Zuschauer beim Picknick und Unmengen interessierter Schaulustiger. Sieger wurde nach knapp 5 Stunden fairem sportlichen Wettkampf Thomas Billy Hutter vor Helmut van der Buchholz (beide Ludwigshafen/Pfalz), Milan Fuchs (Österreich), Su Montoya (USA) und Hötsch Höhle (Schwaben). Titelverteidiger Bernhard Wadle-Rohe erreichte dieses Jahr nur Platz 9.

Im gleichzeitig ausgetragenen Wettbewerb um den British Outfit Award für die beste dem Anlass entsprechende Garderobe siegte Felix Ockel vor Mateo Herrmann und Dorit Rode. Familie Montoya (Hazel, Su, Zoe) gewann den Sonderpreis der Fachjury.

09.05. Der letzte Kegelabend vor der Sommerpause. Aufgrund einer gewissen Schwäche beim Erzielen hoher Würfe konnten nur 4 Runden gespielt werden und am Ende hieß es versöhnlich 2:2.

16.05. Projekt Halbwissen - Helmut van der Buchholz referierte über das bedingungslose Grundeinkommen und den Weg dorthin.

23.07. Weg mit den Nazi-Straßen! Eine heimatkundliche Stadtrundfahrt zu Straßen und Plätzen, deren Namensgebung aus unseliger Zeit uns mit Sorge erfüllt. Unter fachkundiger Leitung durch Bernhard Wadle-Rohe ging es zweieinhalb Stunden lang mit dem Bus durch die Stadt. Drei Kamerateams und auch sonst ein überdurchschnittliches Medienecho. Im Vorfeld und im nachhinein gab es wüste Beschimpfungen und Drohungen von Menschen, die schon eine Diskussion über dieses Thema als großes Unglück ansehen. Ehre, wem Ehre gebührt.

12.08. Die dritte Kunstweltmeisterschaft im Wilhelm-Hack-Museum. Als neue Weltmeisterin ging nach ca. 4 Stunden Karin Meiner aus Köln hervor, die im Finale den Lokalmatador Manfred Dechert besiegen konnte.

20.08. Rhinoceros. Ein Abenteuer im Großstadtdschungel

Links und rechts und vorn und hinten sind Straßen. Dazwischen fällt das Gelände um einige Meter nach unten ab und bietet hier Raum für einen innerstädtischen Dschungel, der hier entstanden ist, weil ihn niemand daran gehindert hat. In diesen Dschungel sollte das hochverehrte Publikum eine Expedition unternehmen. Geschultes und ausgesprochen höfliches Führungspersonal empfing die unkundigen Teilnehmer vor dem Ludwigshafener Kulturdepot und geleitete sie an solch verwunschene Orte inmitten der Stadt, die nie zuvor so waren und es wohl auch nicht mehr lange Zeit sein werden. 

Während der Exkursion durch diesen Großstadtdschungels geschahen dann um die Expedition herum einige seltsame Dinge. Der Urwald erwachte zu ungeahntem Leben und ließ die Erkundungsreise zu einem mentalen Survival-Training werden, im Laufe dessen die Besucher einiges über die Stadt, unsere Gesellschaft, das Universum und nicht zuletzt über sich selbst lernen. Very Strange? Indeed.

Und am Ende brannte dann wieder einmal ein Huhn.

29.08. Projekt Halbwissen: Hans-Ulrich Fechler referiert über Stephane Hessel und sein Buch "Empöhrt Euch!"

12.09. Projekt Halbwissen. Bernhard Wadle-Rohe berichtet seine Version der Bürgerreise nach Gaziantep vom Mai 2011

26.09. Start in die neue Kegelsaison. Am Ende hieß es dann 2:2 im Mannschaftswettbewerb. Insgesamt mindestens 4 Mal fielen Alle Neune.

soviel zur Geschichte. Zurück in die Gegenwart?



 
   
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