Buero für angewandten Realismus
Buero für angewandten Realismus

AUF ZU NEUEN HELDENTATEN!

 

 

 

 

Informelles Treffen (Fixtermin):

 

Immer montags ab 17:45 Uhr bei Angelo und ab 20:00 Uhr im Umspannwerk. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

 

 

Termine im Herbst 2021:

 

17.11. - 20:00 h: Peer Gynt - Ein Lauch, Das Haus, Bahnhofstr. 30 - LU

 

 

Termine im Winter 2021:

 

16.12. - 18.12.: Niveau unter Null 28, Das Haus, Bahnhofstr. 30 - Lu

 

PEER GYNT - EIN LAUCH (postskandinavisches Dionysostheater)

Das Haus, Bahnhofstr. 30 - Lu

17.11. - 20:00 h

 

Peer Gynt, ein Mensch, der es mit der Wahrheit nicht ganz so ernst nimmt, wie er es womöglich sollte. Sei es um einen verpassten Termin zu entschuldigen, aus dreister Hochstapelei, aus blühender Phantasie oder aus vollkommen anderen Gründen. Damit macht er sich mehr Feind als Freund und muss daher hinaus in die weite Welt.

Was bleibt von diesem Menschen, wenn man ihm all die Geschichten, die er erzählt, nimmt?

Zerrissen zwischen dem Begehren, nicht er selbst sein zu wollen und dem Verlangen, nichts anderes als er selbst sein zu müssen, geleitet von einem unbändigen Drang nach Freiheit, dem Willen sich nirgends und nie festlegen zu müssen und der Sehnsucht nach einem starken, unverwechselbaren Ego mit unverkennbaren Charakterzügen bleibt er unentwegt auf der Suche nach seinem wirklichen Ich.

Bei all den sonderbaren Geschichten die Peer Gynt erlebt, oder auch vorgibt zu erleben, stellt sich die Frage, was jetzt die Wahrheit ist: Der Ritt auf einem Rentierbock, die mokante Verführung Ingrids am Tag ihrer Trauung und die glücklich vermiedene Hochzeit mit der Tochter des Trollkönigs, sein Reichtum durch Sklavenhandel gefolgt von Armut in Ägypten oder sein Auftreten als selbsternannter König und Prophet?

Letztendlich landet er wieder in Norwegen, zurück bei seiner seiner großen Liebe Solvejg.

Peer Gynt ist ein Unsympath und Großmaul. Größenwahnsinnig und narzisstisch folgt er seinem Drang nach Anerkennung, Reichtum und dem Verlangen nach unverbindlichen Beziehungen zu vielerlei Frauen und erlebt dabei aberwitzige Situationen.

Am Ende versucht Peer Gynt sein wahres Selbst zu finden und ist doch nur wie eine Lauchzwiebel, Haut für Haut abziehbar, ohne dass ein wahrhaftiger Kern zu entdecken ist.

Das Buero für angewandten Realismus interessiert weniger eine getreue Abbildung der Folkloristik und der Poetik des dramatischen Gedichts Ibsens, als die Fragen: Was ist Wahrheit? Was passiert, wenn die Phantasie zu bunt wird, wenn Realitäten gebogen erden, wenn die Selbsterhöhung schwindelerregend wird? Wo sind die Grenzen zwischen Unterhalten, Lügen und Wahnsinn?

Die Komplexität des leichtfertigen Umgangs Peer Gynts mit der Wahrheit ist durch neuere Phänomene wie beispielsweise alternative Fakten oder Trolle in sozialen Netzwerken und Politiker, die diese für ihren Machterhalt nutzen, auch rund 150 Jahre nach dem Erscheinen des Originals noch aktuell und bietet ausreichend Stoff für eine in die Gegenwart integrierte Bearbeitung und Umsetzung Ibsens Bühnenstücks.

Durch die problemlos massenhaft verfügbaren, verbreiteten und konsumierten Nachrichten sind tatsächliche Fakten kaum noch identifizierbar, was den Eindruck erweckt, dass selbst meinungsprägende Organe bewusst Unwahrheiten verbreiten.

Im Projekt „Peer Gynt - ein Lauch“ soll daher nicht eine originalgetreue Umsetzung der ursprünglichen Handlung im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr eine zeitgenössische Bühnenversion, in der das Umherirren zwischen Realität und Phantasie und eben die Möglichkeit, dass alles auch ganz anders sein kann, zentrales Thema ist.

 

 

 

 

 

Weiteres:

 

 

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LITERATUR

Durch einen selbstlosen Einsatz ist es uns gelungen, ein paar Restexemplare unseres Buches MAODADA zu sichern. Diese sind ab sofort zum Schnäppchenpreis von nur 6,- EUR zu erwerben. Danach wird das Werk nur noch zu Sammlerpreisen erhältlich sein, denn eine weitere Auflage ist nicht vorgesehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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