Buero für angewandten Realismus
Buero für angewandten Realismus

2009

05.01. Kegeln
Sport, Zum Helmut
Neujahrskegeln mit erfreulich hoher Beteiligung trotz widriger Witterungsverhältnisse.

 

02.02. Kegeln
Sport, Zum Helmut

 

06.03. Die Dreibroschenoper
Theater-Karaoke, Wilhelm-Hack-Museum
Das Buero für angewandten Realismus beteiligt sich an der Wiedereröffnung des Wilhelm-Hack-Museums mit seiner dritten Theaterkaraoke-Produktion, der Dreibroschenoper. Eine Versöhnung? Übrigens: Die zweite Theater-Karaoke fand letztes Jahr im Blau während des Nachtwandels (wahrscheinlich im Oktober) statt. Es gab "Das Nibelungenlied".

 

09.03. Kegeln
Sport, Zum Helmut

 

April Über die Zukunft der Stadtbibliothek Ludwigshafen
Pressemeldung und Briefprojekt

Über die Zukunft der Stadtbibliothek Ludwigshafen

"Die Stadtverwaltung beklagt derzeit völlig zu Recht den unzureichenden baulichen und räumlichen Zustand der Ludwigshafener Stadtbibliothek.
Nach der Sanierung des Hack­museums und des Pfalzbaus soll auch diese für die Stadt bedeutende Kultureinrichtung saniert werden. Die dafür anfallenden finanziellen Aufwendungen sind gut angelegt, zumal die Stadtbücherei deutlich mehr Nutzer und Besucher aufweist als Museum und Theater zusammen. So weit, so gut.
Neben den baulichen Mängeln, die von der Verwaltung beschrieben werden (Wasserfle­cken, Einfachverglasungen, Barrierefreiheit) und die sich sicherlich baulich beheben las­sen, werden allerdings auch räumliche Defizite bemängelt; die Räume der Kinder- und Ju­gendbibliothek sind viel zu klein, die Regale stehen zu eng beieinander, der Lesesaal führt ein Schattendasein, ein Literaturcafe wäre wünschenswert und anderes wird hier erwähnt, was in anderen öffentlichen Bibliotheken vergleichbarer Städte längst Standard ist.

Aber, und hier fangen wohl die Schwierigkeiten an, das Gebäude in der Bismarckstraße lässt sich nicht aufblasen. Kunstverein, Kulturverwaltung und Theaterbühne werden ohne Zweifel ihre Räume nicht aufgeben wollen. Und ein Abriss und Neubau an gleicher Stelle kommen wohl auch nicht in Frage.
Wenn die angekündigte Sanierung im Rahmen des Be­standsgebäudes erfolgen sollte, so ist als Ergebnis allenfalls eine kosmetische Verbesse­rung zu erwarten, nicht aber eine zukunftsweisende Bibliothek, die den aktuellen Anforde­rungen an eine solche Institution gerecht wird.

Weil diese Entwicklung absehbar ist, möchte das Buero für angewandten Realismus einen Vorschlag zur Zukunft der Stadtbibliothek in die öffentliche Diskussion einbringen.

Wir sind uns durchaus bewusst, dass dieser nicht auf umfassende Gegenliebe stoßen wird und auch mit den üblichen Bedenken, Sachzwängen und sonstigen Gegenargumenten abge­tan wird.Dies mag sein.Doch sollte dies nicht hinter verschlossenen Türen geschehen, sondern in aller Öffentlichkeit. Auf dass im Nachhinein niemand sage, es habe ja keine Al­ternative bestanden...

1.
In dem Gebäude in der Bismarckstraße lässt sich die Stadtbibliothek in dem ge­wünschten Umfang nicht bzw. nur mit starken Abstrichen realisieren.
2.
Eine Sanierung des Gebäudes ist sinnvoll und notwendig, dabei sollte aber der Charakter des Gebäudes als typisches Bauwerk der frühen 60er Jahre erhalten bleiben.
3.
Eine bauliche Erweiterung (Aufstockung bzw. Anbau zur Straße oder zum Hof hin) würde diesen Charakter im besten Fall stark beeinträchtigen.
4.
Daher sollte es zumindest erlaubt sein, sich in der Nähe nach potentiellen Alternati­ven umzusehen.
5.
In nicht einmal 300 m Luftlinie existiert zum Beispiel eine solche Alternative; ein re­präsentatives Gebäude in exponierter Lage mit ausreichend Flächen für die Bedürf­nisse einer modernen Bibliothek, bestens erschlossen und sehr variabel zu gestal­ten.
6.
Dieses Gebäude hat das gegenteilige Problem der Stadtbibliothek; in seiner 1a-Lage wird es gerade mal als (bestenfalls) drittklassiges Kaufhaus genutzt, das Un­tergeschoss ist seit Jahren für den Publikumsverkehr gesperrt und es werden kei­nerlei Maßnahmen unternommen, ihm als einem der populärsten Bauwerke der Stadt gerecht zu werden.
7.
Sehr gut, meine Damen und Herren, sie haben richtig geraten. Wir sprechen von der Tortenschachtel am Berliner Platz.
8.
Eine Nutzung dieses Rundbaus durch die Stadtbibliothek würde allen potentiell beteiligten zugute kommen:
- Die Bibliothek hätte ausreichend Platz an einer herausragenden Lage
- Die Stadt Ludwigshafen kann sich als Kulturstandort profilieren
- Die Lukom kann das Konzept ihres Modellvorhabens "Lernender Stadtumbau" um
eine völlig neue Facette bereichern
- Die Nutzer der Bücherei haben eine Super-Verbindung nach nahezu überall
- Das Gebäude verließe endlich seinen Dornröschenschlaf, in den es mit dem
Auszug des Kaufhof Ende der 70er Jahre gefallen ist
- Der Berliner Platz profitiert davon, dass sich neben all den Imbißbetrieben endlich
einmal richtige Kultur ansiedelt
- und nicht zuletzt freut sich der Besitzer des Gebäudes, dessen Nutzer nicht mehr
alle paar Jahre den Namen wechselt.
9.
Das Schnäppchen-Center könnte in diesem Fall z.B. in das bis Ende nächsten Jah­res frei werdende Kaufhof-Gebäude umziehen. Und für das dann frei werdende Ge­bäude in der Bismarckstraße lässt sich sicher eine neue Nutzung finden. Auf Wunsch sind wir auch hierbei gerne behilflich.
10
Keine Angst. Alles wird gut.

Wir erklären die hierzu überfällige Diskussion hiermit als eröffnet."

 

06.04. Kegeln
Sport, Zum Helmut
Ein weiterer Kegelabend. Gesellige Termine erfreuen sich oft größerer Akzeptanz als Hochkulturelle Anstrengungen. Sollte uns das zu Denken geben?

 

13.04. Traditional Croquet Meeting
Sport, Ebertpark
Keiner weiß genau, zum wievielten Mal.
Hier die Platzierungen:
1. Thomas Billy Hutter
2. Rudi Maier
3. Daniele Miria
4. Helmut van der Buchholz
5. Nora Martin
6. Stefan Bechtold

 

11.05. Kegeln
Sport, Zum Helmut
Der letzte Kegelabend vor der Sommerpause.

 

23.05.-01.06. Festival des angewandten Realismus
25 Jahre Buero für angewandten Realismus
Das Buero wird dieser Tage 25 Jahre alt. Und fast gleichzeitig rückt der Abschied aus der Kaiser-Wilhelm-Straße immer näher. Beides sollte in angemessener Weise gewürdigt werden.

Das Programm:

23. Mai
Der Festakt unf gleichzeitig Auftakt in die heiße Phase des Wahlkampfes unseres kompetenten OB-Kandidaten. Mit dabei war Ludwigshafens Punklegende WKZ, die dem ganzen einen würdigen Rahmen geben sollte.

25. Mai
OB-Casting in der Eberthalle. Unser wirklich beeindruckender Kandidat stellte sich der Öffentlichkeit gemeinsam mit seinen beiden KonkurentInnen, Frau Lohse und Herr van Vliet. Selbst ansonsten weitgehend humorfreie Sozis mussten danach anerkennen, dass diese von der Rheinpfalz organisierte Veranstaltung ohne unseren Kandidaten totlangweilig geworden wäre.

28. Mai
Kunst und Wein. Ein feuchtfröhliches Atelier-Gespräch mit dem Kunstweltmeister im Kulturdepot.

30. Mai
Performanceabend mit Ottl Otterstätter. Moderiert vom wirklich seir guten Ob-Kandidaten.

31. Mai
Pfingstkrocket auf der Parkinsel. Gewonnen von Bernd Pfütze.
 

01. Juni
Vernissage des Photowettbewerbs "Abschied" 
1. Platz: Tobias Koeck "Alle treten ab"
2. Platz: Heike Hess "Berlin" (Bild)
3. Platz: Unbekannt "Erich"
Sonderpreis für Serien: Marlis Jonas

Im Anschluss daran noch ein kleines Abschiedsprogramm in der Kellergruft. Nie wieder wird es einen Veranstaltungsraum mit solch einer Athmosphäre geben....



07.06. Kommunalwahl in Ludwigshafen
Unser vorzüglicher Kandidat für den Posten des Oberbürgermeisters, Bernhard Wadle-Rohe alias Dr. Karl Rettich-Jetz alias General Schweißtropf verfünffacht seinen Stimmenanteil und kommt auf 3,1 % der gültigen Stimmen. Selbst eingefleischte Sozialdemokraten geben zu, dass der Wahlkampf ohne ihn todlangweilig gewesen wäre.

22.07. Umzug
Wir verlassen endgültig die Kaiser-Wilhelm-Straße 62. Ab jetzt sind wir nur noch in der Karl-Krämer-Straße 2 zu Hause (Kulturdepot).

 

02.07.-11.07. Das Böse
Ausstellungsprojekt, ehemalige U-Bahn-Haltestelle Danziger Platz
"Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles, was entsteht, ist wert, daß es zugrunde geht; drum besser wär's, daß nichts entstünde. So ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz das Böse nennt, mein eigentliches Element."
Schon dieses Zitat des wohl bekanntesten aller deutschen Dichter deutet es an: Das Böse ist nicht nur das, was in der Regel als ethisch falsch und verwerflich bezeichnet wird. Gewiss, das Böse ist einerseits das Gegenteil des moralisch Guten. Aber die Begriffe "das Gute" und "das Böse" sind eben nur normative, präskriptive Begriffe, und wer sie benutzt, beschreibt im Allgemeinen nicht nur, sondern wertet und hätte gerne, dass andere ebenso werten und entsprechend diesen Werturteilen handeln.
"Das Gute" und "das Böse" werden oft als Gegenpole betrachtet, zwischen denen es viele Abstufungen gibt. Und doch geht von dem, was auf allerlei verschiedene Art und Weise umschrieben wird, bei dem aber letztendlich doch das Böse gemeint ist, eine große Faszination aus, die all jene, die sich auf der richtigen Seite wähnen, stets aufs neue in Versuchung führt. Denn das Böse ist immer und Überall.
Das Buero für angewandten Realismus hat sich auf die Suche gemacht und ist fündig geworden. Aber keine Angst. Alles wird gut.

Das Programm:

02. Juli
Der Prolog.  Das Böse im Radio. Die Radiotrinker (Hötsch Höhle und Helmut van der Buchholz mit Gast Tobias Koeck) im Bermudafunk auf 89,6  und 105,4 MHZ

03. Juli
Die Eröffnung der Ausstellung "Das Böse" mit düsterem Beiprogramm
Werke von Hötsch Höhle, Su Montoya, Tobias Koeck, Nicole Libnau, Kolja Koeck, Mateo Herrmann, Helmut van der Buchholz, Bernd Pfütze und Bernhard Wadle-Rohe.  

04. Juli
Das Böse auf der Bühne. Performances unter dunklen Vorzeichen
Gordons Erbengemeinschaft, Helmut van der Buchholz (hier!), PJ Guitarhuber, Mateo Herrmann

06. Juli
Literarisches Grauen. Über das Böse. Aus eigener und klassischer Textproduktion.
Mit General Schweißtropf, Buk TommBloch, Hans-Ulrich Fechler, Bernd Pfütze, Helmut van der Buchholz

10 Juli
Die Führung durch die dunklen Seiten der Stadt. Zu Fuß durch den Tunnel.

11. Juli
Die Finnissage. Dem Bösen wird ein würdiger Abgang bereitet, ohne gleich nach dem Exorzisten rufen zu müssen...

 

23.08. Krocket-Seminar
Sport, Ebertpark
Das Buero beteiligt sich am klassischen englischen Picknick im Ebertpark zu Ludwigshafen, veranstaltet von der Initiative Buchkultur, mit einer gepflegten Runde Krocket.

 

08.10. Das Prinzip Hoffnung
Ausstellung, Ernst-Bloch-Zentrum LU
Neben illig&illig und einer Frau Izi stellt das Buero das alte Buero-Büro und die van der Buchholzsche Blechdosensammlung (hier anpassenderweise Blochdosen gennant) aus. Zusätzlich spricht General Schweisstropf  mit anderen Blochwissenschaftlern einleitende Worte. Und das alles auf Wunsch des Bloch-Zentrums...

 

12.10 Kegeln
Sport, Zum Helmut
Der einzige Grund, sich über das Ende des Sommers zu freuen ist, dass die Kegelsaison wieder losgeht... Gut Holz!

 

17.10. Hemshof-Friedel-Gedächtnis-Flashmob
Aktion, Ludwigsplatz LU
Zum 30. Todestag wird auf dem Ludwigsplatz dem wohl bekanntesten Ludwigshafener Original gehuldigt.

 

02.11. Öffentliche Buero-Sitzung
Public Viewing, Ernst-Bloch-Zentrum
Zum letzten Mal fand die montägliche Buero-Sitzung in der alten Umgebung, mittlerweile als Leihgabe im Bloch-Zentrum, statt. Die dazu eingeladene Öffentlichkeit bestand hauptsächlich aus Vertretern des Zentrums und der Presse. Um nicht im Vorfeld schon die Überraschungselemente der bevorstehenden Performance "Das Bloch" auszuplaudern, glich diese öffentliche Sitzung eher einem konspirativen Getuschel.

 

16.11. Kegeln
Ein weiterer erquicklicher Sportabend in beschaulicher Athmosphäre.  Bemerkenswert, dass solcherlei Dinge mehr Leute anlocken als inhaltsschwere Hochkultur.
 

 

0.11. Das Bloch
Performance im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen

Das Prinzip Hoffnung trifft auf unser Modell eines Prinzip No Future.
Und das staunende Publikum kann erleben, wie aus diesen beiden Modulen etwas neuartiges emporsteigt und die Menschheit mit Glück erfüllt.
Maybe, it seems to be very strange.
Aber diese Welt ist eben nicht immer einfach zu verstehen.

 

27.11. Herbstwanderung
Von Bad Dürkheim nach Wachenheim
 

03.12. Niveau Unter Null 17 - der Eröffnungsabend
Ausstellungsaufbau als Programm, Live-Übertragung von Memory-Turnier, Filmprogramm, Dia-Show

 

04.12. Niveau unter Null 17 - die Performancenacht
Mit dabei:
Buffy-Fanclub
Bernhard Wadle-Rohe: Eskimo-Performance
Die kleinen Freunde der Zwerge
Ottl Otterstätter
Ian Curtis-Tanztheater
Gartenzwerg-Hymne
Das Leere und das Volle
Teile des Abends sind bei youtube zu bestaunen.

 

05.12. Niveau unter Null 17 - die Auktion
Wer das Ergebnis haben möchte, solle sich bitte bei uns melden.

 

14.12. Kegeln
Ein weiterer Abend mit sportlicher Betätigung. Erstmals ist es gelungen, einen Kegel in seine Bestandteile zu zerlegen. Alle Achtung.

 

 

 

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